Kinderbetreuungskosten bei Zusammenveranlagung, 1 Vollverdiener, 1 Studentin mit teilweise Nebenjob

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2 Antworten

Hallo Matrix,

leider bringt das kein Licht ins Dunkel. Genau das was Du da zitierst habe ich vorher natürlich auch mit Google gefunden.

Meine Frage ist ja eben nur ob ich das was da steht richtig interpretiere.

Nämlich das es ALLEIN darauf ankommt das beide berufstätig sind (egal in welchem Umfang???) und nicht darum ob sich ein Elternteil um das Kind/er kümmern kann. Ein Studium zählt danach eben NULL.

Logik (so kommt das bei mir an): Meine Frau könnte ja auch Ihr Studium abbrechen und die Kinder betreuen dann würden wir auch die KiTa / Horst Kosten "sparen" oder andersrum wenn sie sich den "Luxus" eines Studiums gönnt dann soll das nicht auch noch durch Steuervergünstigungen gefördert werden.

versuch mal etwas licht in die sache zu bringen:

Kinderbetreuung - steuerliche Förderung berufstätiger Eltern Kinderbetreuungskosten sind Aufwendungen, die berufstätige Eltern für die Betreuung ihrer Kinder haben. Die steuerliche Regelung zur Kinderbetreuung hat keine Auswirkungen auf den Kinderfreibetrag und das Kindergeld.

Die Höhe der Betreuungskosten für Kinder sind nach einem Kompromiss der Regierungsparteien abhängig vom Lebensmodell. So wird unterschieden zwischen Alleinerziehende und Paare, bei denen beide Partner erwerbstätig sind und Paare, bei denen ein Elternteil erwerbstätig ist (Alleinverdiener-Ehe).

Siehe hierzu auch die Zusammenfassung zu Kindervergünstigungen und Familienförderung im Steuerrecht und den Artikel zum Entlastungsbetrag für Alleinerziehende und bei Bedarf auch Kinderbetreuungskosten Alleinerziehender.

* Für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren können zwei Drittel der Betreuungskosten, höchstens aber 4.000 Euro, geltend gemacht werden.
* In der Altersgruppe bis zu 14 Jahren wird unterschieden zwischen Familien, in denen beide Eltern erwerbstätig sind, sowie erwerbstätigen Alleinerziehenden einerseits und Familien, in denen nur ein Elternteil erwerbstätig ist (Alleinverdienender), andererseits. Alleinerziehende und Doppelverdiener können zwei Drittel der Betreuungskosten, jedoch höchstens 4.000 Euro, in der Steuererklärung absetzen.
* Alleinverdiener-Ehe: Familien, in denen einer verdient und einer zu Hause bei den Kindern bleibt, können diesen Steuervorteil lediglich für die Betreuungskosten ihrer Kinder zwischen drei und sechs Jahren nutzen.
* Alleinerziehende bzw. Familien mit einem Erwerbstätigen (Alleinverdiener) können dafür auch die Betreuungskosten, die im Haushalt anfallen, über die Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen (= haushaltsnahe Kinderbetreuung) geltend machen. Doppelverdiener-Ehen können dagegen bei Inanspruchnahme der Absetzung von Kinderbetreuungskosten nicht mehr den Abzug von der Steuerschuld nach § 35a EStG für Kinderbetreuung im eigenen Haushalt begehren. 

Fazit: Die steuerliche Berücksichtigung von Kindern im Steuerrecht ist durch das "Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung" ab 1. Januar 2006 nochmals komlizierter geworden. Das Steuerrecht behandelt die Kinderbetreuung in 4 Paragrafen. Vom Regierungskompromiss profitieren Alleinerziehende am meisten. Alleinverdiener-Ehen gehören eher zu den Verlierern. So gibt es Bestrebungen, insbesondere aus der CDU, Alleinverdiener-Ehen ggf. entsprechend beim Elterngeld profitieren zu lassen. Insbesondere die SPD weist darauf hin, dass Alleinverdiener schon durch das Ehegattensplitting begünstigt sind. Zudem fallen, wenn ein Elternteil zu Hause bleibt, ohnehin weniger Kosten für die Kinderbetreuung an.

weitere tipss dazu, findest du unter diesem link: http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/kinder-betreuungskosten.htm

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