Kinder sind Vorerbe

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2 Antworten

  1. Hat sie Anspruch auf einen Pflichtteil,

Zunächst - im Regelfall des Güterstandes der Zugewinngemeinschaft verheiratet gewesen - auf 1/4 pauschalierten Zugewinnanspruch in Geld am Reinnachlass, der ausserhalb des zugesprochenen Vermächntisses noch von euch zu gewähren wäre.

Bzgl. eines zusätzlichen etwaigen Pflichtteilsanspruches müsste ich den Wortlaut des Testamentes kennen.

  1. Wem gehören die in der Wohnung befindlichen Gegenstände, wie Möbel, Bilder etc.

Nach § 2112 BGB können die Vorerben über die zur Erbschaft gehörenden Gegenstände verfügen, soweit nicht Verfügungsbeschränkungen greifen. Die sehe ich mit dem Wohnrecht aber als gegeben. Andernfalls - den Wortlaut des Testamentes kenne ich auch hier nicht - tritt an die Stelle derjenigen Gegenstände, die unzweifelhaft auf den Ertblasser entfielen, der (erwartbare) Veräußerungserlös bzw. Schätzwert. Bei gemeinsam angeschafftem Hausrat hälftig.

G imager761

Mir fällt es schwer, den Sinn dieser Konstruktion zu verstehen. Normalerweise wird die ältere Generation als Vorerbe und die jüngere Generation als Nacherbe bestimmt.

Nun ja, gehen wir mal von der beschriebenen Konstruktion aus: Der Ehegatte ist pflichtteilsberechtigt. Wie hoch das Pflichtteil ist,hängt ab vom Güterstand und der Zahl der Kinder. Ich nehme mal hier an, dass der Pflichtteil 1/4 des Nachlaßwertes beträgt.

Bei dem, was die Stiefmutter bekommen hat, kann man jetzt aber nicht nur von der Geldzuwendung ausgehen. Sie hat doch auch ein lebenslanges Wohnrecht am Haus. Dessen Wert muß man ermitteln und nur dann, wenn alle Zuwendungen zusammen weniger als 1/4 des Nachlaßwertes ausmachen ist Platz für einen Pflichtteilsanspruch.

Die Möbel teilen das Schicksal des Hauses: Sie Sind Euer Eigentum, können aber wohl von der Stiefmutter auf Lebenszeit genutzt werden. So dürfte der Wille des Erblassers zu interpretieren sein.

smoky 25.11.2012, 11:33

Lieber Privatier59, erst einmal vielen dank für die Antwort- u. zum besseren Verständnis: Mein Vater hatte wohl mit unserer Mutter das Abkommen, dass das gemeinsam gebaute Haus bei den Kindern bleibt. Allerdings wollte er seine langjährige Lebensgefährtin, die ihn auch während seiner Krankheit betreut hat, noch kurz vor seinem Tod absichern. Aus diesem Grund hat er sie dann auch geheiratet.

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