Kind besitzt Haus, Vater das Nießbrauchrecht. Nun soll das Haus wieder auf den Vater übertragen werden. Fällt Grunderwerbssteuer oder Schenkungssteuer an?

4 Antworten

Dass kein Geld fließt, ist Wesensmerkmal eier Schenkung.

Jep. Ist eine Rückübertragung aber überhaupt eine "Schenkung"?

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Zum Einen besteht bei einer Schenkung an ein Elternteil ein Freibetrag von 100000€ (§16/1/4 ErbStG)

Zum Anderen mindert das eingetragene Nießbrauchrecht den Grundstückswert erheblich. Es ist anzunehmen, dass dabei keine nennenswerte Steuer anfällt.

Hier sollte aber, um das vorher festzustellen, ein Steuerberater herangezogen werden.

Steuerklasse I hätten Eltern nur bei Erwerb von Todes wegen, daher gilt 16/1/5 mit dem Freibetrag von 20.000,-€.

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@Andri123

Das stimmt, man sollte doch immer die Einträge bis zu Ende lesen.

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Hallo,

das Problem ist anscheinend, es würde bei der Übertragung vor 20 Jahren versäumt, eine Rückübertragung vertraglich festzulegen ?

Rückübertragung wurde vereinbart, falls der Erwerber (das Kind) gegen die Auflagen, wie z.B. Belastung des Grundstücks oder Veräußerung verstößt.

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Gibt es eine Befreiung von der Grunderwerbssteuer bei Hauskauf in gerade Linie?

Hallo,

zu erst: Ich erwarte keine fundierte Rechtsberatung oder ähnliches. Ich hab viel gestöbert zu dem Thema und bin immer nach 3-4 Links hier bei euch gelandet. Das was ich bisher gelesen habe war erheblich besser Qualifiziert als die meisten Aussagen auf der (Scheinbar) Partnerseite gutefrage.net. Dort sind jede Menge Unsinn und Halbwahrheiten im Umlauf.

Kurzum: Ein Lob für euer Forum.

Folgende Situation: Wir junges unverheiratetes Paar (Verlobung ja, ist aber in der Situation nichts wert) wollen das Haus Ihrer Eltern kaufen. Gemeinsam einen Kredit, Teilung 50/50, Vollfinanziert. Kaufpreis ca 135.000 Euro. Selbst genutzt. Ohne Makler.

Geplanter Hauskauf bisher: 1.März. Einzug Ende März. Heirat Mitte Juni. (Fixer Termin) Wohnungen sind noch nicht gekündigt.

Jetzt hab ich mich mehr über das Verfahren eines Hauskaufs informiert, wer was für Aufgaben übernimmt usw. Dabei stellte ich fest: Verkäufe in Gerader Linie sind von der Grunderwerbssteuer befreit.

Plan A: Hauskauf vor Heirat. Laut meinem Empfinden würde bei Teilung der Steuer zu 50/50 Ihr Anteil befreit und meiner von immer hin 4387 Euro fällig (6,5% von 135.000 = 8750 Euro.)

Ist meine Annahme korrekt?

Plan B: Der kam mir jetzt in den Sinn: Hauskauf verschieben bis nach der Heirat. Hat meiner Meinung nach den Vorteil: Als Kind / Schwiegerkind wären wir komplett von der Grunderwerbssteuer befreit und würden so ohne weitere Nachteile ?? Geld in beachtlicher Höhe Sparen. Einziger Nachteil: Ich könne das Haus erst Ende Juni Anfang Juli erwerben.

Eine Schenkung ohne Übernahme der Schulden wäre meiner Meinung nach nicht möglich da mit unserem (geliehenen) Geld ja der aktuell laufende Kredit ausgelöst wird und wir somit ein Haus ohne Vermerke im Grundbuch erwerben können. Es also als gewöhnlicher Hauskauf bewertet würde.

Eine Schenkung des Hauses (knapp über 10 Jahre im Besitz der Eltern) incl Übernahme der noch erheblichen Schulden (Anrechnen auf Kaufpreis: ca 100.000 Euro Restschuld zu 135.000 Kaufpreis: 35.000. Freibetrag Eltern/Kind 400k.) würde sích vermutlich auch nicht lohnen. Oder?

Ich hoffe auf konstruktive Beiträge und vielleicht auch Möglichkeiten die ich bisher überhaupt nicht bedacht habe.

Vielen Dank schon mal im Voraus.

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