KfW Wohneigentumprogramm 124 - Ablehnung möglich?

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2 Antworten

Ja, das Risiko besteht grundsätzlich. Es könnten auch die verfügbaren KfW-Mittel aufgebraucht sein (Plafond-Vorbehalt). Der Kreditausschuss der Hausbank könnte noch seine Zustimmung versagen.

Ich frage mich allerdings vier Dinge:

.1. Warum erfolgt die KfW-Antragstellung so spät? "Der Antrag ist daher vor Beginn des Vorhabens - spätestens jedoch unmittelbar nach Abschluss des notariellen Kaufvertrags - bei einem Finanzierungsinstitut Ihrer Wahl zu stellen."

Quelle: https://www.kfw.de/media/pdf/download_center/foerderprogramme__inlandsfoerderung_/pdf_dokumente_2/~10.pdf

.2. Da das KfW-Darlehn über max. € 50.000 nur eine Zinsbindungsdauer von längstens 10 Jahren hat (danach wird auf dann marktübliche Konditionen umgestellt), frage ich Dich, ob Du für den Ablauf dieser Zeit schon einen Plan B hast, z. B. weil Du dann genügend Ersparnisse für eine komplette Restschuldtilgung hast. Wenn dies nicht der Fall ist, dann solltest Du ernsthaft eine andere Finanzierung mit einer Zinsbindungszeit bis zur letzten Kreditrate (sog. Volltilgerdarlehn) prüfen.

.3. Hast Du Dich beim Wohn-Riester schon mit den diesbezüglichen Konsequenzen im Falle des Scheiterns Eurer Ehe beschäftigt?

.4. Im Falle des Scheiterns Eurer Planung wird der Kreditsachberater nur mit den Schultern zucken, sein Bedauern über die vorschnelle Wohnungskündigung zum Ausdruck bringen und Euch eine gute Zeit wünschen. Oder hat die Hausbank schon eine Kreditentscheidung gefällt und würde sie bei Entfall des 124er-Kredites eine für Dich akzeptable Ersatzfinanzierung anbieten?

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Das KfW Wohneigentumsprogramm 124 ist nur an die Bedingung geknüpft, daß man Eigennutzer der finanzierten Immobilie wird. Eine Ablehnung Ihres Antrages ist kaum vorstellbar, zumal auch Ihre Hausbank die Bonitätsprüfung macht und die Zusage über den Gesamtbetrag der Finanzierung - also inkl. KfW-Darlehenshöhe - macht. Die KfW prüft nur noch formell, ob es sich um selbstgenutztes Woheigentum handelt und fertig.

Es sind auch genügend Mittel vorhanden, falls diese ausgehen sollten, würde rechtzeitig vorher von der KfW eine Info gegeben.

Beim Wohnriesterdarlehen würde ich nochmal gut überlegen und auch mal diesen Artikel lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/nachrichten/riester-fallstricke-bei-der-foerderung/3143998.html

Ich bin seit vielen Jahren unabhängiger Finanzierungsberater und habe sehr oft festgestellt, daß meine Kunden nach Kenntnis der Fallstricke auf diese Förderung zugunsten der Flexibilität verzichten und auch die Steuerzahlung im Alter kann eine Belastung sein.

Alexander Solya

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