Kernsanierung oder neu bauen-was wird günstiger kommen?

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Je älter das Objekt ist, desto mehr muss investiert werden, um es auf Vordermann zu bringen.

Der Verband privater Bauherren warnt :

"Bei einem Haus aus den 1950ern und 1960ern muss ein Käufer im Schnitt noch einmal 40 Prozent des Kaufpreises in die Sanierung investieren. Das Haus kommt zum Schluss fast anderthalb mal so teuer wie zunächst angenommen“.

Vor der Sanierung eines alten Hauses sollte man immer abwägen, ob sich eine Modernisierung wirklich lohnt, denn:

Zitat :

" • Die Auflagen für Wärmeschutz und bessere Heizungsanlagen sind in den letzten 15 Jahren erheblich strenger geworden.

• Die Ansprüche an die Grundrisse, Fenstergrößen, Elektroinstallationen usw. eines Wohngebäudes haben sich geändert.

• Identische Handwerksarbeiten sind im Rahmen einer Sanierung teurer als bei einem Neubau."

http://www.massiv-mein-haus.de/nuetzliches/sanieren-oder-neu-bauen.html

Vielleicht hilft dir das weiter .

Natürlich solltet ihr aber auch den Aspekt des Denkmalschutzes beachten .

Gruß Z... .

Das es offensichtlich ein landwirtschaftliches Anwesen ist, wäre vorab zu klären, ob eine Umwandlung in Wohnraum möglich ist. Falls an Abriss gedacht wird ist zu klären ob ein Neubau überhaupt genehmigungsfähig ist. Dazu am besten eine Bauvoranfrage stellen. Eins kann ich vorab sagen: Falls der Hof im Außenbereich liegt wird man keine Genehmigungen bekommen falls man keine Landwirtschaft betreibt. Auch die Anzahl der Wohnungen wird dann meist auf zwei beschränkt. Aber man kann auch mit Pferdezucht Landwirtschaft betrieben. Übrigens, man kann auch die bestehende alte Fassade in einen Neubau integrieren.

Als Richtlinie kann dienen, dass eine Kernsanierung mit dem Ziel, ein dem Neubau vergleichbares Qualitätsniveau zu errechen mindestens so teuer ist wie ein Neubau.

Allerdings hat man manchmal in solchen Fällen keinen Entscheidungsspielraum: Es gibt in Deutschland ja Denkmalschutz und man sollte sich nicht in Sicherheit dadurch wiegen, dass beim Kauf eines solchen Gebäudes noch kein Denkmalschutz bestand. Ich kenne Fälle, wo die Denkmalschützer erst aktiv wurden als bei den Kollegen von der Bauaufsicht der Antrag auf Abrißgenehmigung einging. Dann muß man sanieren,zudem auch noch nach den oft mit hohen Zusatzkosten verbundenen Auflagen des Denkmalschutzes. Nur wenn in Deinem Fall schon die Abrißgenehmigung erteilt worden ist, ist man vor so etwas einigermaßen sicher.

Im übrigen hätte der Denkmalschutz ja auch nicht nur Nachteile, sondern wird immer noch massiv steuerlich gefördert. Es gibt Bauherren die aus diesem Grund sogar die Unterschutzstellung ihrer Anwesen beantragen.

Daneben finden historische Gebäude -auch wenn nur noch die Fassade vorhanden ist- auf dem Immobilienmarkt oft eher Anklang als Neubauten. Man würde sich also wertvollen Kapitals berauben wenn man ohne Notwendigkeit abreißt.

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