Keine Einnahmen aus V+V, können die Kosten trotzdem steuerlich geltend gemacht werden?

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5 Antworten

Handelt es sich um ein Einfamilienhaus?

Wenn die Mutter dieses Haus dann ganz alleine bewohnt, weil es dort nur diese einzige Wohnung gibt, dann ist das ein ziemlich mieses Geschenk gewesen. Wegen fehlender Einkunftserzielungsabsicht bzw. -möglichkeit sind alle genannten Kosten einkommensteuerlich unbeachtlich. Das Haus ist zudem praktisch unverkäuflich.

Bei einem Zwei- oder Mehrfamilienhaus kommt es zu einer anteiligen steuerlichen Berücksichtigung, wenn die erzielte Miete die Maßgaben des § 21 Abs. 2 EStG erfüllt.

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Kommentar von LittleArrow
22.03.2014, 16:35

Es kommt für Deine Frau auch nicht die anteilige Berücksichtigung für haushaltsnahe Handwerkerleistungen in Frage, da dort nicht ihr Haushalt liegt.

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eventuell fragen, bevor man so etwas macht.

Das war aus Beratungssicht ganz schwach.

Man hätte z. B. Das Haus auf Rentenbasis erwerben können (Rente abzugsfähig) udn dann hätte die Mutter Miete gezahlt, gegen die man Reparatunren und Abschreibungen hätte abziehen können.

Eine der Regelungen mit dem Beipackzettel:

Entweder sie fragen vorher ihren Steuerberater u, oder erschlagen hinter her den Notar.

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wenn die Mutter keine Miete zahlt, dann kann man nichts machen aus steuerlicher Sicht.

Wenn das Haus gross genug ist, es einen Teil gibt, der vermietet werden könnte, dann könnte man eine Vermietungsabsicht unterstellen, dann ginge eine anteilige Absetzbarkeit der Kosten. Nur: dann muss auch irgendwann vermietet werden.

Eine Möglichkeit wäre, die Mutter würde Miete zahlen - aber hier sollte man die Gestaltung über einen Steuerberater besprechen.

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Ohne Einkommenserzielungsabsicht kann es auch keinen Werbungskostenabzug geben. In diesem Fall ist unmöglich, dass Einkünfte erzielt werden. Die Kosten sind daher nicht steuerlich geltend zu machen. Wieso hat man denn nicht das Haus ohne Wohnrecht übertragen und einen Mietvertrag abgeschlossen? Dann würden diese Probleme nicht bestehen. Wäre wohl besser gewesen, einen Steuerberater zu konsultieren.

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Kommentar von Snooopy155
22.03.2014, 16:06

Dann hätte die Mutter das Haus auch nicht verschenken dürfen. Erschwerend kommt hier noch hinzu, dass sich die Mutter auch vertraglich von einem Großteil der Nebenkosten entbunden hat. Der Notar der diese Schenkung abgewickelt hat, hat zumindest die Fragestellerin sehr schlecht beraten. Ein eingetragener Nießbrauch hätte wenigstens einen Großteil der Kosten bei der Mutter belassen.

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Anscheinend war hier der Berater "zu teuer" gewesen.

Die Nichtberatung ist aber nun teurer. Ich hab da immer wenig Verständnis für - und ich bin weiß Gott kein Kapitalist.

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