Frage von Enomis88, 57

Kein Eigenkapital, Hauskauf realistisch?

Hallo!

Ich frag jetzt mal ganz blau in die Runde....wir möchten gerne ein Haus um 230.000€ kaufen.

Wir sind 28 und 40, im September heiraten wir und Ende Oktober kommt unser erstes Kind zur Welt.

Sie verdient 2500€ Netto, Arbeitsverhältnis seit fast 7 Jahren aufrecht und unbefristet. In der Karenz bekommt sie 2000€ Netto. Nach einem Jahr wieder voller Einstieg in den Beruf und wieder 2500€ Netto Verdienst.

Er verdient 1500€ Netto, in der jetzigen Firma seit 2 Monaten unbefristet beschäftigt, davor in einer anderen Firma von der direkt ohne Arbeitslose gewechselt wurde.

Wir haben 30.000€ für Kaufnebenkosten bzw. einige Möbel, so hätten wir uns das zumindest gedacht. Wir haben sonst keinen Kredit und niedrige Lebenserhaltungskosten da nicht sehr anspruchsvoll. Einziger Luxus, zwei Autos da wir beiden pendeln und das öffentlich nicht ginge.

Haben wir eine Chance eine vernünftige Finanzierung zu bekommen?

Danke für die Antworten!

Antwort
von Enomis88, 41

So schnell verrät man sich, ja Österreich. Die Kinderbetreuung können wir durch familiäre Netzwerke abdecken, also auch kostenlos bzw. bietet ab dem 18. Monat der Arbeitgeber eine Kindergrippe. Außerdem wird sie in Elternteilzeit zurück in die Arbeit gehen und hat somit Anspruch auf vorher fix festgelegte Arbeitszeiten. Reserven zu bilden sollte gut möglich sein, ist aber natürlich davon abhängig wie hoch eine monatliche Rate für den Kredit ist. Groß Sanierungen (Dach, Fenster, Fassade, Kamin, Heizung, Strom,Terrasse, Balkom) wurden im letzten Jahr gemacht, daher sollte in diesem Bereich zumindest ein paar Jahre Ruhe sein. Wobei wir uns natürlich bewusst dass bei einem Haus immer etwas sein kann. Die regelmäßigen Kosten liegen bei ca. 250€. Schätzt du unsere Chancen in Österreich besser ein? Wir haben in zwei Wochen einen Termin bei unseren Banken, wollten aber vorab zu Einschätzungen kommen ob wir ganz unrealistische Hoffnungen haben.

Kommentar von Mikkey ,

Nun, wenn man von 2% Zinsen und 3% Tilgung ausgeht, kämt Ihr auf 960€ monatlich. das sollte locker zu machen sein.

Bei einer angenommenen Zinsbindung von 10 Jahren müsst Ihr allerdings etwas dafür tun, die Höhe des Anschlusskredits zu reduzieren. Dann wären nicht knapp 70% (~160 000) übrig sondern nur 50% (115 000). Das wäre sogar bei 8% Zinsen noch machbar.

Ich kenne die Regeln in Österreich überhaupt nicht, auch nicht, ob die Verschärfung in D auf eine EU-Harmonisierung zurückgeht. Es gibt sicher noch andere Antworten.

Antwort
von Mikkey, 39

Es handelt sich um Österreich? (wegen "um" und "Karenz")

In D wird die Kreditvergabe seit einiger Zeit restriktiver gehandhabt, hier hättet Ihr es vermutlich schwer.

Grundsätzlich hättet Ihr mit dem Einkommen ja kein Problem, einen solchen Kredit zu stemmen, selbst wenn die Zinsen in einigen Jahren wieder steigen sollten.

Mit der Frage solltet Ihr Euch an Eure Hausbank(en) wenden und Euch selbst vorher einige Frage beantworten:

- Wie regelt Ihr die Unterbringung des Kinds, wenn Ihr beide arbeitet?

- Könnt Ihr Reserven bilden, falls Schäden an Haus oder Autos auftreten.

- Wie hoch sind die regelmäßigen Kosten des Hauses (Steuern, Müll, Wasser, Heizung...)?

Antwort
von georgejonas, 15

es hängt z.B. auch sehr davon ab, wie risikofreudig ihr seid: als Hausbesitzer muss man auch mit unvorhergesehenen Kosten rechnen: Dach, Heizung, Wasserleitung ...

Wenn man 2 Autos braucht, fallen auch hier immer mal wieder Reparaturen oder Neuanschaffungen an ...

Ich persönlich würde alles durchkalkulieren und eben auch in gewissem Rahmen solche unvorhersehbaren Kosten einbeziehen.

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