Kein Bafög wegen zu hohem Elterneinkommen - was soll ich nur machen

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14 Antworten

Wenn die kein Bafög zahlen wollen, siehts schlecht für dich aus. Wirst wohl doch mehr arbeiten müssen :( Und dir vielleicht ein günstiges WG Zimmer suchen müssen. Was aber eventuell noch eine Möglichkeit, ist sich ein Darlehen von Bafög zu holen. Da zahlt man halt das ganze (statt nur der Hälfte wie bei Bafög) zurück aber ohne Zinsen. Würde mich mal darüber informieren. Eine Freundin von mir macht das, weil sie auch eine Absage vom Bafög Amt bekommen hat.

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Du hast ja schon einiges als Antwort bekommen. Ich möchte auch noch etwas als Anstoß dazu geben.

  1. Kindergeld sollte noch möglich sein, während des Studiums, aber auf die "schädliche Beschäftigung" achten.
  2. Studienkredit, als Teil der Finanzierung, neben einem Nebenjob. Bei den Krediten aber genau informieren und vergleichen (Konditionen)
  3. Vielleicht gibt doch ein Elternteil, Großelternteil noch einen Zuschuss? Nicht nach dem Motto: Ich brauche ab jetzt 670€ jeden Monat von dir sondern um einen "Zuschuss" bitten.

Viel Glück

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Ja, das kann der Staat verlangen.. da du keinen Anspruch auf Bafög hast, müssten deine Eltern in der Lage sein, dich zu finanzieren... ansonsten gibt es auch noch günstige Studienkredite.. oder du versuchst an ein Stipendium zu kommen. Da gibt es viele Unternehmen, Pateien oder andere Stiftungen, teilweise auch Kirchlich, die solche Stipendien für ehrenamtliches Engagement vergeben. Oder für besondere schulische Leistungen.

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Wenn dein Notenschitt so gut ist kannst du es doch auch mal mit einem Stipendium versuchen. Es gibt alle möglichen Stiftungen die Stiependien zur Begabtenförderung anbieten. Stiftung des Deutschen Volkes, Konrad Adenauer, Seidel, usw usw. Schau dich auf dem Feld mal um. Ich hoffe du findest was.

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Ich kann deine Lage schon verstehen, finde aber (sorry wenns blöd klingen mag) deine Einstellung schon etwas kritisch. Du bist nicht die Einzige, der es so geht. Und die wenigsten Studis könne wirklich ihre Eltern verklagen (was ich für höchst unmoralisch halte, ehrlich gesagt).

Wie wir alle doch wunderbar über die Runden kommen, auch wenn man dann eben auf das süße Nichtstun verzichten muss: Arbeiten. Such dir einen 800 Euro Job und verdiene dein eigenes Geld. Das fühlt sich gut an und du musst niemandem auf der Tasche liegen.

Und falls es gar nicht geht: Der zinslose Studikredit ist auch auch eine Option.

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An der Fernuni Hagen kann man Psychologie studieren. Das ist eine Universität, wo man nicht hingeht, sondern die Unterlagen zugeschickt bekommt und nur 1x im Semester zur Klausur in Wohnortnähe aufschlagen muss. Außerdem gibt es Präsenzveranstaltungen, die aber in der Regel freiwillig sind. Ich habe da neben dem Job BWL studiert, deswegen weiss ich dass das geht. Dauer natürlich länger als an einer Präsenzuni, aber da Du so wie es aussieht, sowieso viel nebenbei arbeiten musst, ist das vielleicht nicht so schlimm.

Der Vorteil ist, dass man die Unterlagen dann durcharbeiten kann, wenn man Zeit hat. Man braucht zwar auch etwas Disziplin, aber er klappt.

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Hallo, wir hatten in der Familie die gleiche Situation. Wenn du 2 Jahre versicherungspflichtig gearbeitet hast und du jetzt zum Gymnasium gehst, hast du Anspruch auf elternunabhängiges BAföG. Das ist die Förderung des 2. Bildungsweges. Geh zu BAfög Amt und lass dich informieren. Der einzige UNterschied zu unserem Sohn ist, dass er noch keine abgeschlossene Brufsausbilgung hatte. Viele Glück

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Kommentar von imager761
13.02.2013, 09:31

Der einzige UNterschied zu unserem Sohn ist, dass er noch keine abgeschlossene Brufsausbilgung hatte.

Und hiermit der entscheidende :-)

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der Staat muss nicht alles regeln. Und er muss auch nicht alles zahlen. Letztendlich zahlt es die Allgemeinheit.

Wer nach den Regeln des BaföGs wohlhabende Eltern hat, der kann Unterstützung von denen erwarten. Wenn es deiner Mutter lieber ist, ihre (egoistisch getriebenen) Ausgaben Vorrang zu geben, dann ist das so. Dein Vater könnte auch zahlen.

Zahlen deine Eltern nicht, so wirst du das Gespräch mit ihnen suchen müssen und sie ggf. verklagen.

Ich selbst musste ohne BaföG durch die Mühle des Studiums mit wenig Geld. Und mein Studium hat länger gedauert, weil auch meine Eltern ihre eigene Sicht der Dinge hatten und die Unterstützung gegeben war, aber nur wenig Geld floss. Ich hatte meist einen Job, um über die Runden zu kommen. Der Preis war mir lieber als meinen Vater zu verklagen, damit er das zahlt, was er müsste.

An dem System habe ich mich nicht gerieben. Wieso auch? Muss die Allgemeinheit alles zahlen? Zu meiner Zeit gab es keinen Studentenkredit. Den würde ich an deiner Stelle nehmen bzw. versuchen, einen zu bekommen, wenn dir das lieber ist als zu arbeiten.

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Soweit die Eltern den lt. BAföG-Bescheid angerechneten Unterhaltsbetrag nicht zahlen, kannst Du Dir grundsätzlich mit einem Vorausleistungsantrag nach § 36 BAföG behelfen und so zum fehlenden Unterhalt kommen, zumindest zu einem Teil. Das Amt setzt sich dann mit Deinen Eltern auseinander.

Besteht insoweit keine Unterhaltspflicht nach dem BGB (könnte ja durchaus sein, behaupten hier ja einige), haben sie allerdings außer vllt nervigem Schriftverkehr nichts zu befürchten. Das liefe dann insoweit auf eine quasi elternunabhängige Förderung hinaus.

Mit dem Vorausleistungsantrag solltest Du aber nicht zu lange warten, sonst geht Dir evtl. was verloren. Rückwirkend wird oft nicht gezahlt.

Wegen des Unterhaltsanspruchs wäre daher vllt auch rechtskundiger Rat hilfreich (das Unterhaltsrecht ist nicht meine Domäne).


Die Antworten hier gehen bislang an diese reellen Möglichkeit vorbei bzw. setzen fälschlich Förderungs- und Unterhaltsrecht gleich; das macht's auch verwirrend.

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Die Eltern haben dir eine Ausbildung bezahlt. Was willst du mehr. Es liegt an dir wie du weiterkommst. Wen du das wirklich willst, geht das auch. Es gibt immer Wege. Du musst dein Leben schon selbst in die Hand nehmen.

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Kommentar von klPrinz
13.02.2013, 12:22

Meiner Meinung nach ist Deine - Niklaus- Antwort auf die oben gestellte Frage die zielführendeste. Sie hilft nicht nur dem Fragesteller hier im Forum weiter, sondern allen anderen, die sich mit ähnlichen Gedanken rumschlagen. Der Fragesteller hat ja eine Ausbildung. Warum kann er z.B. nicht in seinem Beruf 2 bis 3 Jahre arbeiten und das Geld für das Studium wenigstens zum Teil ansparen ?!. Ich kenne eine ganze Reihe von Leuten, die es so oder so ähnlich gemacht haben. Übrigens auch solche, die es garnicht nötig gehabt hätten, weil sie das Studium von den Eltern finanziert bekommen hätten. Sie haben trotzdem 2 bis 3 Jahre gearbeitet und für das Studium angesprat um die Eltern nicht zu belasten (manche haben sich z.B. für 2 bis 4 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet, andere haben sonstige Jobs gemacht. Nur als Beispiel, bitte nicht falsch verstehen).

Im übrigen, wer garantiert dafür, dass der Job nach dem Studium nicht langweilig, öde und womöglich auch noch schlecht bezahlt ist ?!. Was dann ?!. Wieder den Eltern auf der Tasche liegen ?.

Mann muss auch den Leuten deutlich sagen, dass nicht alles was man macht Spaß machen muss !. Es reicht, wenn dass was man macht notwendig ist. Ich glaube nicht dass es einer Reinigungskraft (immer) Spaß macht den Dreck andere Leute weg zu machen. Es reicht die Notwendigeit es zu tun, etweder, weil der Dreck eine Gefährdung darstellt oder weil die Reinigungskraft ihren Unterhalt sichern muss. Arbeiten ist aber auf jeden Fall notwendig um für sich selbst die Verantwortung zu tragen. Es Arbeiten sollten auch alle, die arbeiten können. (Es muss ja auch nicht immer gegen Bezahlung sein).

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Was soll ich nur machen?

Das kann ich auch nicht beantworten, aber eins ganz sicher: Unterhaltsklage scheidet definitiv aus, denn mit deiner Zweitausbildung schulden dir deine Eltern überhaupt keinen Unterhalt mehr :-)

Sie dürfen vielmehr endlich ihr Leben mal so führen, wie sie es für richtig halten, sogar mit Wohnwagenstellplatz im Schwarzwald, die jährlichen Urlaube, recht teure Klamotten.

Deinen Lebenstraum musst du dir nunmehr selbst erfüllen :-)

G imager761

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Kommentar von EnnoBecker
12.02.2013, 20:55

Und wie erklärst du die Ablehnung des BaföG?

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Hallo,

Kann der Staat tatsächlich verlangen, dass ich meine eigenen Eltern auf Unterhalt verklage?!

Kann er natürlich nicht, solltest Du aber tunlichst unterlassen. Da würdest Du unterliegen. Da Du bereits eine Ausbildung absolviert hast, sind Deine Eltern nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet.

Du hast Dich hier selber in eine schlechte Lage manövriert.

Ich kann Dir nur raten, dass Du weiter in Deinem erlernten Beruf abreitest, bis Du incl. Ausbildung 5 Jahre in diesem Beruf tätig warst. Dann hast Du die Vorraussetzungen für elternunabhäniges BAföG erfüllt.

Wenn das nicht geht, dann hilft nur, das Studium eigenstänig zu finanzieren.

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Kommentar von ailebnis
12.02.2013, 21:08

Aber das Bafögamt ist der Meinung, dass sie für mich Unterhalt zahlen müssen! Sonst bekäme ich ja Bafög, da das Einkommen meiner Eltern unberücksichtigt bliebe. Außerdem hat ein Freund von mir, der in meiner Berufsschulklasse war nach Abschluss der Lehre ebenfalls ein Psychologiestudium angefangen hat (das nichts mit unsere Branche zu tun hat) und Bafög bekommt. Es gibt doch superviele Abiturienten, die nach dem Abi eine Lehre machen um Wartesemester zu sammeln.

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Kommentar von Steeler
12.02.2013, 21:27

Leider verschweigst Du, dass ein Vorausleistungsantrag nach § 36 BAföG eine reelle Alternative ist.

... bis Du incl. Ausbildung 5 Jahre in diesem Beruf tätig warst.

Nein, da bräuchte es insgesamt mind sechs Jahre (§ 11 Abs. 3 Nr. 4 BAföG). Zeiten der Ausbildung können keine Zeiten der Erwerbstätigkeit im Sinne von § 11 Abs. 3 Nr. 3 BAföG sein.

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Kann der Staat tatsächlich verlangen, dass ich meine eigenen Eltern auf Unterhalt verklage?

Ja, das kann er und das tut er auch.

Und er nimmt dabei das Zerbrechen von familiären Strukturen in Kauf. Die Argumentation klingt logisch: Wer, wenn nicht die Eltern, soll denn sonst für den Bengel aufkommen? Die Gemeinschaft etwa?

Aber an dieser Haltung gibt es Kritik zu üben: Warum die Eltern und nicht die Nachbarn? Denn weder diese noch jene sind ja der Bengel selbst!

Und: Zu meiner Zeit (Anfang der 80er) hat sich noch jeder um sein eigenes Leben kümmern müssen, hüben wie drüben.

Lauter so Sachen.

Kritik am System hilft dir aber nicht weiter. Du bist mir aus zweierlei Gründen angenehm:

  1. Du versuchts dein Leben selbst in den Griff zu bekommen
  2. Du schreibst lesbar.

Beides ist heute nicht mehr selbstverständlich.

Nun bist du jünger als die meisten meiner Kinder, deshalb gehe ich davon aus, dass deine Eltern in meinem Alter sind. Sie haben in ihren Zeiten sich selbst durchgeschlagen und wollen nun endlich auch ihren Erfolg selbst genießen.

Aber Zeiten ändern sich, und heute können wir(!) uns nicht darauf ausruhen, dass wir(!) es ja schließlich auch geschafft haben. Wir(!) müssen heutzutage nicht nur für uns und unsere altgewordenen Eltern einstehen, sondern auch für unsere aufstrebenden Kinder.

Das alles ist bitter für mich, deine Eltern und viiiiiiiele andere in unserer Situation. Wir sind echt die Geber-Generation dieses Zeitalters und es platzt mir der Kragen bei sowas.

Aber die Dinge sind nun mal so wie sie sind:

Wenn du nicht willst, dass deine Familie zerbricht, wirst du deine Eltern wegen deines Unterhaltes bemühen müssen.

Aber zeig ihnen, dass du selbst dein Leben in die Hand nimmst. Und denke dran: Entweder bleibst du kinderlos oder du bist in 20....30 Jahren selbst auf "meiner" und deiner Eltern Seite.


Diese Gesellschaft verkommt. Sowas hat es zu meinen Zeiten nicht gegeben. Da war noch jeder SEINES Glückes Schmied. heute sucht man nur immer Leute, die sich einer Haftung nicht entziehen können.

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Ey Alter, Ärmel hochkrempeln!

Sprich mit Deinen Eltern. oder wenn die gleich zu machen, dann schreib ihnen einen Brief. Erkläre ihnen, dass Du wegen gesundheitlicher Probleme im erlernten Beruf einen gesetzlichen Anspruch darauf hast, dass sie Dir ein Zweitstudium finanzieren. Dabei sind beide Eltern jeweils anteilig entsprechend ihrem Einkommen für den Unterhalt zuständig.

Je nachdem wie weit die Wohnung der Eltern vom nächstmöglichen Studienort entfernt ist, kannst Du auch erklären, dass Du diese Finanzierung von einem Elternteil auch gerne als Naturalunterhalt in Form von Kost und Logis in der elterlichen Wohnung entgegennehmen würdest, und dass Du, wenn Deine Eltern Dir lieber Geld geben würden, ihnen das später, nach erfolgreichem Abschluss des Studiums, auch wieder zurückzahlen würdest.

Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn Du Deine Eltern nicht überreden könntest. Und sollte sich ein Elternteil schließlich doch weigern, kündige die Einschaltung eines Anwalts ein. Da erschrickt jeder ängstliche Deutsche (das sind fast alle) und knickt auch schon ohne Klage ein.

Nochwas: Ungefähr jeder zweite Student der Psychologie wählt dieses Fach, weil er selbst glaubt einen an der Waffel zu haben. Gegebenenfalls ist dies eine Garantie für künftigen berufliche Mißerfolg. Alternativ bieten sich für solche Fälle die Berufe des Rettungssanitäters oder Kranken- bzw. Altenpflegers an. Da ist man den Menschen auch näher, als am Computer.

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