Kautioneinbehalt

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3 Antworten

Mit der Verjährung bin ich nicht sicher, aber 3Jahre bleibt der Anspruch auf jeden Fall erhalten. Der Vermieter kann die Kaution nur einbehalten bzw. verrechnen, wenn er noch berechtigte Forderungen aus dem Mietverhältnis hat. Also z.B. eine Nachzahlungsforderung aus der letzten Betriebskostenabrechnung. Oder wenn Wohnungsmängel bei der Übergabe festgestellt wurden (Protokoll), die der Mieter zu vertreten hat (Beschädigung z.B.)

Bleibt doch erst einmal zu klären, ob nach dem Tod die Mutter die Wohnung ordnungsgemäß gekündigt hat und auch nach dem Tod die Miete vertragsgemäß weiter bezahlt hat.

Ich unterstelle einmal, das hat sie nicht gemacht - ergo hat der Vermieter schon einmal das Recht die Meitkaution zur Deckung der Miete einzubehalten.

Wenn jetzt die Mutter noch Ansprüche auf den Inhalt der Wohnung anmeldet, dann wird sie sicher vom Vermieter mit offenen Mietforderungen konfrontiert - diese sind ebenfalls berechtigt. Letztendlich werden beide Parteien verurteilt werden - die eine partei, weil sie die Wohnung unberechtigt aufgelöst hat und die andere wegen ausstehender Mietforderungen. Damit ist dann keinem der beiden Parteien geholfen.

Darf der Vermieter einfach die wohnug ausräumen und die Kaution behalten und verjährt sowas?

Einfach so räumen darf er natürlich nicht.

Hier stellt sich aber die Frage warum er das getan hat. Wurde die Wohnung nicht ordentlich gekündigt und nicht bis zum Ablauf der Kündigungsfrist Miete + Nebenkosten gezahlt? Denn einfach auflösen kann man eine Wohnung/ein Mietverhältnis nicht. Auch nicht wenn der oder einer der Mieter verstorben ist.

Dann wäre es u. U. von ihm rechtens von seinem Vermieterpfandrecht Gebrauch zu machen. Sprich das Inventar zu pfänden. Oder aber, weil keine Mietzahlungen mehr eingegangen sind, die Wohnung fristlos zu kündigen und einen Räumungstitel zu erwirken. Darüber hätte er allerdings die Mutter informieren müssen.

Hat die Mutter Schreiben dazu bekommen und diese evtl. ignoriert ist die Kaution futsch und es kommen noch Kosten dazu.

Forderungen verjähren, wenn sie nicht geltend gemacht werden, nach 3 Jahren.

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