Kauflimit für Aktie und tatsächlicher Kaufkurs - Zusammenhang?

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Zu Frage

A) Limit = Maximalpreis, billiger geht auch / Verkaufslimit natürlich teurer

B) Wenn Du ein Limit setzt, kannst Du nie sicher sein, dass Deine Order ausgeführt wird.

Ein Limit soll dich davor schützen, zuviel zu zahlen - ich wette, nicht wenige von den RobinHood Tradern, die GME gepusht haben, haben dies ohne Limit getan, und wundern sich nun, wieso sie plötzlich viel mehr als geplant gezahlt haben.

Von daher: Immer mit Limit!

Wenn Du immer exakt zum Limit ausgeführt wirst, ist die Aktie entweder viel zu markteng (illiquide) oder Dein Broker kassiert auch noch mit ab. (oder beides)

Bei den Neobrokern, die gerade in aller Munde sind, würde mich das nicht wundern.

Die Aktie wird auch billiger gekauft, wenn sie wer billiger verkaufen will und du an der Reihe bist.

Je mehr du zum Zug kommen willst, um so mehr wirst du bieten. Sicher zum Zug kommen wollen passt also nicht zum nicht zu viel zahlen.

Wenn du nicht zu viel zahlen willst, musst du damit leben, dass du auch nicht zum Zug kommst. Wenn du sicher zum Zug kommen willst, zahlst du tendenziell zu viel.

Wenn du nicht im Lifetrading schaust, was angeboten wird und wenn du für (verfallende oder geänderte) Limits etwas zahlst, solltest du überlegen, dass man mit schlechten Voraussetzungen schwerlich die besten Kurse bekommen kann.

Der Knackpunkt ist "zu viel". Das hängt von Deinen Erwartungen und der Zeitperspektive ab. Wenn Du Facebook nach IPO für um die 30 EUR bekommen hast, war es erst mal enttäuschend, dass der Kurs auf unter 20 EUR absackte. Allerdings steht Facebook heute bei über 270 EUR, d.h. das war auf die Dauer kein so schlechter Deal.

Kauflimits sind dafür da, dass Du nicht mehr zahlst, als Deine Bewertung für eine Aktie unter Berücksichtigung der möglichen zukünftigen Entwicklung hergibt. Allerdings wird die Order ausgeführt, sobald genügend Stück zu einem Preis von max. Deinem Limit vorhanden sind, um die Order zu erfüllen. Manchmal können auch Teilausführungen passieren, wenn die Anzahl zu dem von Dir eingestellten Maximalpreis zu gering ist. Stellst Du ein Limit von 100 EUR ein und die Aktie eröffnet zu 80 EUR, mit genügend Verkaufsorders, um Deine Position abzudecken, dann bekommst Du diese Aktie auch für 80 EUR.

Anders verhält es sich bei Stop-Loss (und analog Stop-Buy) Limits. Hier wird eine Order in den Markt gestellt, wenn ein bestimmtes Kurslimit erreicht wird. Wenn der nächste Tick aber 5% darunter liegt, dann wird ein Verkauf zu einem geringeren Preis als Deinem Stop-Loss-Limit ausgeführt.

Wenn Du also "eine stark nachgefragte Aktie bei Börsenbeginn" unbedingt haben musst, dann hast Du den Weg über Kauflimits. Allerdings solltest Du Dich immer fragen, ob es 1. wirklich diese Aktie sein muss und 2. nicht vielleicht doch bessere Kaufkurse noch kommen werden.

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