Kaskadeneffekt, durch § 8b KStG vermieden bzw. abgemildert?

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1 Antwort

Beispiel

Bei der Veranlagung des A für 2011 beträgt die gezahlte Kirchensteuer 4.000 EUR. Die in 2011 erstattete Kirchensteuer für den VZ 2009 beträgt 6.000 EUR (in 2009 wurden insgesamt 9.000 EUR gezahlt). Wegen einer Verrechnung mit einer in 2009 erfolgten Kirchensteuer-Erstattung aus 2008 i.H. von 8.000 EUR wurden im VZ 2009 nur 1.000 EUR als Sonderausgaben berücksichtigt.

Der Rücktrag dient der Berücksichtigung der endgültigen wirtschaftlichen Belastung und hat insoweit Vorrang vor einer im Rücktragsjahr 2009 aus Praktikabilitätsgründen erfolgten Verrechnung. Die im VZ 2009 gezahlte Kirchensteuer in Höhe von 9.000 EUR ist somit vorrangig um den aus dem VZ 2011 stammenden Rücktrag (2.000 EUR) und erst danach um die aus dem VZ 2008 stammende Kirchensteuer-Erstattung (8.000 EUR) bis auf maximal 0 EUR zu verrechnen. Die Verrechnung führt dabei zu einem Erstattungsüberhang im VZ 2009 von 1.000 EUR nicht verrechenbarer Kirchensteuer-Erstattung aus dem VZ 2008. Dieser Erstattungsüberhang ist in den VZ 2008 zurückzutragen (Kaskadeneffekt). D.h. die Einkommensteuerbescheide für die VZ 2008 und 2009 sind nach § 175 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 AO mit der Maßgabe zu ändern, dass die bisher als Sonderausgaben berücksichtigten Beträge jeweils um 1.000 EUR zu mindern sind.


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