Kapitalertragssteuer im Erbschaftsfall bei vorliegender Nichtveranlagungsbescheinigung des Erblasser

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1 Antwort

Ich lasse einfach mal deine Vermutungen, deine eigenen Schlüsse und "Rettungstheorien" außen vor und halte mich an den Sachverhalt. Danach ist die Tante am 27. März 2011 gestorben und die Banken haben Zinsen je nach Fälligkeit gezahlt. Es stellt sich die Frage, wer die Zinsen zu versteuern hat.

Hierbei muss man zwischen Erbschaftsteuer und Einkommensteuer unterscheiden.

Nehmen wir ein einfach zu rechnendes Beispiel: Die Tante ist am 31. März gestorben und hatte 2 Geldanlagen: Eine mit 100.000 Euro und vierteljährlichen Zinsen bei 1,2%, also 1.200 Euro pro Jahr. Und eine zweite mit 1 Mio Anlagebetrag und denselben Konditionen, allerdings jährliche Verzinsung. Zinsen also 12.000 Euro.

Lösung Erbschaftsteuer:
Zum Todestag sind bei Anlage A 300 Euro aufgelaufen und bezahlt, bei Anlage B sind es 3.000, die aufgelaufen, aber nicht bezahlt sind. In die Erbmasse fließen aber auch die (anteiligen) Ansprüche auf Zinsen ein, hier sind also 3.300 der ErbSt zu unterwerfen.

Lösung Einkommensteuer
Da bei der Einkommensteuer das Mittelzuflussprinzip § 11 (1) gilt, sind nur die tatsächlich gezahlten Zinsen von 300 der verstorbenen Tante zuzurechnen. Die 900 Euro für die Zeot von April bis Dezember und die 3.000 Euro aus Anlage B fließen NACH dem Todestag zu und sind daher vom Erben zu versteuern. Und für den gilt die NVB natürlich nicht.

Was dir unter a) unlogisch erscheint, ist zwingend logisch, da der Tante das Geld aus B nicht zugeflossen ist.

Was verstehst du unter einer Kapitalertragsteuererklärung? Was soll das sein?

Ob es eine Verwaltungsvorschrift für Banken gibt, weiß ich nicht, aber ich bezweifle es, da Banken Privatunternehmen sind. Sie können ohnehin nicht legal gegen das Gesetz handeln.

Und ein wenig Struktur würde deinem Text auch guttun. Das ließe sich leichter lesen.

Das ließe sich leichter lesen.

Und zwar leichter als dieser, genau inhaltsgleiche Text (oder empfindet das jemand anders?):


Ich lasse einfach mal deine Vermutungen, deine eigenen Schlüsse und "Rettungstheorien" außen vor und halte mich an den Sachverhalt. Danach ist die Tante am 27. März 2011 gestorben und die Banken haben Zinsen je nach Fälligkeit gezahlt. Es stellt sich die Frage, wer die Zinsen zu versteuern hat. Hierbei muss man zwischen Erbschaftsteuer und Einkommensteuer unterscheiden. Nehmen wir ein einfach zu rechnendes Beispiel: Die Tante ist am 31. März gestorben und hatte 2 Geldanlagen: Eine mit 100.000 Euro und vierteljährlichen Zinsen bei 1,2%, also 1.200 Euro pro Jahr. Und eine zweite mit 1 Mio Anlagebetrag und denselben Konditionen, allerdings jährliche Verzinsung. Zinsen also 12.000 Euro. Lösung Erbschaftsteuer: Zum Todestag sind bei Anlage A 300 Euro aufgelaufen und bezahlt, bei Anlage B sind es 3.000, die aufgelaufen, aber nicht bezahlt sind. In die Erbmasse fließen aber auch die (anteiligen) Ansprüche auf Zinsen ein, hier sind also 3.300 der ErbSt zu unterwerfen. Lösung Einkommensteuer Da bei der Einkommensteuer das Mittelzuflussprinzip § 11 (1) gilt, sind nur die tatsächlich gezahlten Zinsen von 300 der verstorbenen Tante zuzurechnen. Die 900 Euro für die Zeot von April bis Dezember und die 3.000 Euro aus Anlage B fließen NACH dem Todestag zu und sind daher vom Erben zu versteuern. Und für den gilt die NVB natürlich nicht. Was dir unter a) unlogisch erscheint, ist zwingend logisch, da der Tante das Geld aus B nicht zugeflossen ist. Was verstehst du unter einer Kapitalertragsteuererklärung? Was soll das sein? Ob es eine Verwaltungsvorschrift für Banken gibt, weiß ich nicht, aber ich bezweifle es, da Banken Privatunternehmen sind. Sie können ohnehin nicht legal gegen das Gesetz handeln. Und ein wenig Struktur würde deinem Text auch guttun. Das ließe sich leichter lesen.

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