Ich möchte Kapital gewinnbringend anlegen, reicht es, die Inflation zu schlagen?

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6 Antworten

Ich möchte ein Wenig korrigieren: Die aktuelle Inflation in D liegt zur Zeit (September 2015) bei 0,0% (VPI zum Vorjahresmonat).

Dieser geringe Wert liegt in erster Linie an den stark gefallenen Mineralölpreisen. Ohne den Ölpreis liegt die amtliche Inflation bei 1,3%.

Welchen Wert Du zugrunde legst, liegt an Dir. Bei einem langen Arbeitsweg mit PKW oder Motorrad oder wenn die Familie mehrere KFZ hat, kann man durchaus die 0,0% zugrunde legen. Das Gleiche gilt fürs Heizen der Wohnung /des Hauses.

Wer mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit Bus und Bahn sich bewegt für den gilt im Moment 1,3%.

Wenn Du nach Abzug von Abgeltungsteuer, Soli und eventuell Kirchensteuer mit Deinen Zinsen über der Inflation liegst bist Du rechnerisch auf Null.

Ich bevorzuge dann 1,5% übrig zu haben. Das ist auch nicht viel! -Und das ist heute kaum noch zu erreichen.

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Mal ein kurzer Einwand zur Inflation, die momentan keinesfalls bei 0 oder 0,5 % liegt. Die Realinflation liegt weitaus höher, so dass du diese bei 2-3% ansetzen musst. Die Zahlen und Statistiken der Ministerien sind falsch bzw. werden bewusst aus geschönten Werten und Gütern berechnet. D.h im "Warenkorb" der zur Berechnung der Inflationsrate herangezogen wird, werden die Güter die sich verteuert haben durch die ersetzt die sich verbilligt haben. D.h. Lebensmittel raus, Elektronik rein. Nur leider kaufe ich öfters Butter wie Flachbildfernseher ;-) 

Der Staat ist der größte Schuldner, und ein Schuldner findet Inflation immer toll ;-)

Zu deiner Rechnung:

Deine Anlage sollte im Minimum 3 % Rendite bringen um den inflationsbedingten Kaufkraftverlust auszugleichen.

Bestenfalls ab 4 % Rendite wenn du Plus machen möchtest.

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"Gewinn bringend"

Würdest Du Dein Gehalt als "Gewinn" bezeichnen?

Gewinn ist das, was über die Normalvergütung hinaus geht.

Also Inflationsrate + natürlicher/GRundzins + Gewinn

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Konservativ und sicher bedeutet, daß man die Inflationsrate nach Steuern schlägt, d.h. Abgeltungssteuer, SolZ und ggf. Kirchensteuer berücksichtigt.

Die Inflationsrate ist im Bereich von 0,5% (oder derzeit ggf. sogar weniger) bis 2,0% (Zielinflation). Man benötigt damit eine Rendite vor Steuern von ca. 0,7% bis 2,9%.

Selbst der obere Wert dieses Bereichs sollte sich mit einem soliden Mischfonds, der in Immobilien, Aktien und Anleihen investiert, locker erreichen lassen.

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Kommentar von Tritur
13.11.2015, 18:01

Die Inflationsrate ist im Bereich von 0,5% bis 2,0% sollte sich mit einem soliden Mischfonds, der in Immobilien, Aktien und Anleihen investiert, locker erreichen lassen.

Ohne das Wort "langfristig" ist diese Aussage ganz und gar unzulässig. Langfristig kann am Aktienmarkt mehr als 15 Jahre bedeuten. Es gibt Fonds, die haben erst in letzter Zeit ihren Kurs aus dem Jahre 2000 wieder erreicht - und lassen sich dafür in der einschlägigen Jubelpresse auch noch loben.  

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Wenn schon schlagen, dann aber Inflation plus Abgeltungssteuer, Soli etc. Erst dann wird ein Schuh draus.

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Für mich würde es nicht reichen. Aber diese Frage ist doch eher hypothetisch gemeint- oder?

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