Kann WEG zusätzliche Kosten für Müll/Strom/Treppenbenutzung bei Zeitvermietung in selbstgenutzter ETW verlangen?

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3 Antworten

Du bist doch bei der Eigentümerversammlung dabei und dort wird auch erklärt wie es zu der Kostenfindung kommt - im Gegensatz zu den Forumsmitgliedern. Dass Deinem Haushalt bei dem Verteilerschlüssel der Umlagen nun eine Person mehr angerechnet wird ist doch nicht willkürlich? Nenne mir mal die Kommune, die für Müll pro Person im Jahr nur 25 € erhebt. Ausserdem muß in Deinem Fall ja Kapazität vorgehalten werden, denn es  könnte theoretisch ja täglich ein Übernachtungsgast bei Dir sein.

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Natürlich ist mir klar, dass ich die Einkünfte aus Vermietung versteuern muss.

Im Übrigen handelt es sich nicht um ein "Hotelbetrieb", da die Vermietung an Feriengäste keine Zweckentfremdung ist und ich als Privatperson nicht gewerblich tätig bin (siehe BGH Urt. v. 15.1.2010, Az. V ZR 72/09). Der BGH hält die Vermietung an täglich oder wöchentlich wechselnde Feriengäste für eine zulässige Nutzung (selbst wenn ein Verbot einer gewerblichen Nutzung in der Teilungserklärung stände - was nicht der Fall ist, da es nicht als Gewerbe angesehen wird).  

Zur Info: Laut Teilungserklärung ist bei uns ein Gewerbe nicht verboten und mehrere Personen im Haus haben ein Gewerbe angemeldet.

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Kommentar von LittleArrow
13.04.2016, 20:03

Nach welchen Grundsätzen (qm, Personen, Anteile oder?) werden die fraglichen Betriebskosten aufgeschlüsselt?

PS: Verwende keine eigene Antwort, sondern die Kommentarfunktion zu einer Antwort.

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Gibt es dazu Beschlüsse der Eigentümerversammlung? Ohne jede Basis wird das mit Sicherheit nicht berechnet werden.

Im übrigen stehst Du ja mit Deinem Widerstand auf dünnem Eis. Was Du machst ist keine herkömmliche Vermietung sondern ein Hotelbetrieb. Die Teilungserklärung dürfte so etwas nicht zulassen. Die WEG könnte Dir eine solche Nutzung untersagen. Wenn es besonders boshafte Miteigentümer geben sollte, könnten die zudem durch eine Anzeige beim Finanzamt dafür sorgen, dass steuerlich alles korrekt abläuft.

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Kommentar von ToMag
13.04.2016, 12:38

Ich finde die Unterstellungen und Vermutungen, die hier gemacht werden, abenteuerlich.

Zur Teilungserklärung: Da wir sie, ebenso wie die Hausordnung) nicht kennen, erübrigt sich jede Spekulation. Welchen Berwertungsmaßstab ziehst Du dafür heran, was eine Teilungserklärung zulassen "darf", und was nicht? Oder sind das nur Deine völlig subjektiven Mutmaßungen?

Wie kommst Du zu der unterschwelligen Aussage, dass hier steuerlich etwas nicht korrekt laufen könnte? Und was wäre in diesem Zusammenhang an einer Mitteilung an das FA boshaft?

Vielleicht wäre es sinnvoller, belastbare Sachaussagen zu machen, statt persönlicher Meinung und verletzenden Unterstellungen.

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