Kann Wechsel der Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt sinnvoll sein?

2 Antworten

Man sollte beachten:

  • er ist jetzt 2 Jahre älter, dadurch wird es prinzipiell teurer.
  • Wenn er in den letzten 2 Jahren irgendwelche Krankheiten bzw. Behandlungen hatte werden die vermutlich zu einem Risikozuschlag führen wodurch der Spaß nochmal teurer wird.
  • Preis ist relativ. Er steht im Verhältnis zu dem was dafür geboten wird. Eine BU-Rente in Höhe des Nettoeinkommens sollte es sein mit Dynamik. Es gibt auch verschiedene Modelle der Überschussbeteiligung. Am sinnvollsten erscheint mir die "Verrechnung mit dem Beitrag" wodurch der zu entrichtende Beitrag unter den Tarifbeitrag sinkt und man weniger zahlt.
  • Auf Prozessquoten sollte man auch schauen, wie willens ist der Anbieter sich mit den Kunden gerichtlich auseinanderzusetzen um eventuell nicht zahlen zu müssen.
  • Ein Wechsel könnte sinnvoll sein, wenn die alte Versicherung nur bis 60 kalkuliert wurde statt bis 65 oder 67 (um Geld zu sparen, gefährliche Leistungslücke), oder ein Altvertrag mit abstraker Verweisung vorläge (unwahrscheinlich).

Er hat schon vor zwei Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgschlossen, aber ist damit nicht zufrieden (zu teuer im Vergleich zu anderen Angeboten).

Ich behaupte, das dein Bekannter dies nicht beurteilen kann. Bei einer BU gibt es viele Unterschiede in den Leistungen. Was nutzt eine billigere BU-Versicherung, die eventuell nicht zahlt im Falle einer Berufsunfähigkeit.

Richtig wäre die BU-Versicherung von einem Versicherungsmakler prüfen zu lassen und dann erst eine Entscheidung zu treffen. Da die Beiträge auch mit dem Lebensalter steigen, wird sie auch sicherlich nicht viel billiger. Wenn sich die Gesundheit zwischenzeitlich verschlechtert hat, ist ebenfalls Vorsicht angeraten. Aber ohne die Gesellschaft und den Tarif zu kennen, kann man hier keinen seriösen Rat geben. Auf keinem Fall die Versicherung erst kündigen und dann eine Neue abschließen. Das kann in die Hose gehen.

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