Kann Unterschrift unter Aufhebungsvertrag negative Konsequenzen für das Arbeitslosengeld haben?

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unterschreiben sollte man soetwas nicht: heir die gründe dafür

Aufhebungsvertrag und Sperrzeit bei Arbeitslosengeld

In jedem Fall ist ein Aufhebungsvertrag problematisch im Hinblick auf eine Sperrzeit bei Arbeitslosengeld oder -hilfe. Hierbei wird nicht nur der Beginn der Zahlung in die Zukunft verschoben wie beim Ruhenszeitraum. Vielmehr wird Ihr Arbeitslosengeldanspruch auch noch um möglicherweise zwölf Wochen verkürzt. Mit einer Sperrzeit muss jeder rechnen, der seine Arbeitslosigkeit selbst verursacht, beispielsweise durch Eigenkündigung. Nach Auffassung des Gesetzgebers haben Sie auch durch den Abschluss des Vertrags an der Herbeiführung der Arbeitslosigkeit mitgewirkt, weil Sie sich mit der Beendigung im Vertrag einverstanden erklärt haben. Nur das Vorliegen wichtiger Gründe kann Sie vor einer Sperrzeit bewahren. Eine Sperrzeit lässt sich aber vermeiden, wenn das Arbeitsverhältnis einseitig durch eine arbeitgeberseitige fristgerechte Kündigung beendet wird und Sie mit Ihrem Arbeitgeber lediglich einen Abwicklungsvertrag über die Folgen der Kündigung abschließen. Abgesehen von der einvernehmlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die bereits durch die Kündigungserklärung eintritt, werden im Abwicklungsvertrag die gleichen Regelungen getroffen wie im Aufhebungsvertrag. Beachten Sie aber, dass das Arbeitsamt jegliche Absprache zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber im Vorfeld über diese Art der Vorgehensweise schon als ein Mitwirken Ihrerseits an dem Eintritt der Arbeitslosigkeit wertet, so dass doch wiederum eine Sperrzeit verhängt würde.

weitere infos unter:http://www.finanztip.de/recht/arbeitsrecht/aufhever0104.htm

Es kommt darauf an, was der Grund für eine Aufhebung des Arbeitsvertrages ist. Dieser ist auch gut für den Arbeitnehemer, wenn wahre Gründe dadurch verdeckt werden, zum Beispiel, wenn sich der Arbeitnehmer etwas Gröberes hat zu schulden kommen lassen. Andererseits könnte man sich vorher mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzen, so dass man keine Sperrzeit erhält, weil der Arbeitgeber nur will, dass nicht geklagt wird und er aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen den Arbeitsplatz nicht mehr halten kann.

Bei einem Aufhebungsvertrag ist in der Tat Vorsicht geboten. Soweit ich weiß, gibt es dabei kein gesetzliches Widerrufsrecht und der Vertrag kann nicht rückgängig gemacht werden. Deshalb muss man in jedem Fall sehr genau lesen, was darin steht und auf keinen Fall überhastet unterschreiben. Das Problem mit Bezug auf deine Frage zum Arbeitslosengeld ist, dass ein Aufhebungsvertrag vom Amt so eingestuft wird wie eine eigene Kündigung.Deshalb könnte es Sperrfristen geben, weil man seinen Job aus Sicht des Amts selbst aufgegeben hat.

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