Kann sich die Sicherungrenze des Spareinlage einer Bank ändern?

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5 Antworten

Man muss unterscheiden ob die Bank nur dem Entschädigungseinrichtung (EdB) der Banken angehört und im Einlagensicherungfonds ist.

Ab dem 31. Dezember 2010 werden durch die EdB Einlagen bis zu einem Gegenwert von 100.000 € gesichert.

Die EdB ist Pflicht der Einlagensicherungsfonds nicht.

Die Entschädigungssumme des Einlagensicherungsfonds sind bei jeder Bank unterschiedlich. Hier kann man sie abfragen http://www.bankenverband.de/themen/geld-finanzen/einlagensicherung/abfrage

Der Einlagensicherungsfonds schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Geschützt werden die Sicht-, Termin- und Spareinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie z.B. Inhaberschuldverschreibungen und Zertifikate, werden hingegen nicht erfasst.

Nein, das kann sie nicht so einfach. Es existieren innerhalb der EU-Staaten gesetzliche Mindestanforderungen an die Sicherungsgrenzen.

Darüber hinaus gibt es noch freiwillige Sicherungssysteme. Hier könnte eine Bank ggf. austreten bzw. der Verbund könnte die Sicherungsgrenzen anpassen, "spontan" wird sie das aber sicherlich nicht tun.

Die gesetzliche Grenze von 100 000 Euro pro Anleger darf von keiner Bank unterschritten werden. Wurde die Sicherungsgrenze aber von der Bank freiwillig höher gesetzt kann diese auch beliebig wieder runtergesetzt werden.

NasiGoreng 21.01.2013, 01:54

Auch die gesetzliche Mindestsicherung von 100 TEUR ist im Falle eines großen Bankenkrachs nichts wert. Und gegen eine inflationäre Geldentwertung, wie sie in den nächsten Jahren ansteht, schützt sie schon gar nicht.

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Tritur 22.01.2013, 02:37
@alfalfa

Der Unterschied zwischen Bankinsolvenz und Inflation ist der, dass eine Bankinsolvenz unsicher ist, aber schnell geht. die Inflation sicher ist, aber länger dauert.

Sein Geld verliert man in beiden Fällen.

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solange die Bank die gesetzl. Mindestanforderungen bei der Sicherung erfüllt, kann sie ihre Grenzen anpassen.

Was so eine Sicherungseinrichtung Wert ist, haben wir am Beispiel Island gesehen. Ich will Island und Deutschland nicht miteinander vergleichen. Dennoch sollte man nicht allzu viel darauf geben. Wenn es kracht, dann richtig. Dann ist das Geld futsch. Wenn Commerzbank und Deutsche Bank gleichzeitig in Schieflade kommen, kann die BRD das kaum stemmen.

Für den 0815-Bürger mag diese Sicherungseinrichtung beruhigend sein - für den Realisten und Finanzexperten ist klar, dass dies im schlimmsten Fall keine Aussagekraft hat.

traderjoes 21.01.2013, 09:32

Interessant. Wie viele deutsche Anleger haben denn in Island tatsächlich Geld verloren?

Ansonsten gilt: Wer den Hals nicht vollkriegen kann. Seriöse medien haben damals vor Kaupthing und Co. gewarnt.

Nichts im Leben ist 100% sicher. Wenn es aber tatsächlich mal "richtig kracht" laufen wir wieder mit keulen durch den Wald. dann dürfte die Einlagensicherung unsere geringste Sorge sein.

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Niklaus 21.01.2013, 18:14
@traderjoes

@traderjoes: In Island hat niemand Geld verloren, weil Deutschland eingesprungen ist. Was ich persönlich für falsch halte, @volksbanker, Ich denke es reicht schon aus, wenn die Deutsche Bank in Schieflage käme. Dann wäre hier nichts mehr zu retten.

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traderjoes 23.01.2013, 10:33
@Niklaus

@Niklaus: Deutschland ist eingesprungen? Nun, auch das ist leider falsch.

Alle Kaupthing-Kunden wurden durch den isländischen Einlagensicherungsfonds entschädigt. Island musste dazu Kredite durch den IWF aufnehmen.

Die Rückzahlung der Gelder lief über die Deutsche Bundesbank. Die war jedoch nur mit Zuteilung der Gelder beauftragt und hatte mit deren Ursprung nichts zu tun.

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