Kann Schuldner bestimmen, welche Rechnungen ausgeglichen werden?

4 Antworten

WEnn er dieses Verfahren anwedet in Kenntnis, das er wenige Tage später Insolvenz anmelden muss, kann es ein Konkursvergehen sein. Das wäre dannBEgünstigung bestimmter Gläubiger.

Macht er es einfach, weil er z. B. einen Lieferanten früher bezahlt, weil er dort noch neue Lieferungen braucht, wäre es OK, wenn er sicher sein kann die andren in annehmbarer Frist auch zahlen zu können.

Wenn der Schuldner im Verwendungszweck die Rechnungs-Nr. angibt, dann muss die Zahlung auch auf diese Rechnung angerechnet werden. Zur Beitreibung der offenen Rechnungen, wird die Beauftragung eines Inkassounternehmens empfohlen. Schau mal auf die Seite: www.lexfort.de

In deinem Fall hat der Schuldner das Bestimmungsrecht. Er legt fest, welche der verschiedenen Forderung getilgt werden. Anders ist es nur im Fall, wenn eine Leistung nicht ganz reicht, eine Forderung mit Zinsen und Kosten zu tilgen. Da könnte eine andere Tilgungsbestimmung wie die gesetzliche vom Gläubiger durch Ablehnung der Leistung zunichte gemacht werden.

Wenn ein Schuldner so handelt, ist es dumm und verschlimmert seine Situation. Folge sind Mahnbescheid und Gerichtsvollzieher für die Rechnungen, die er nicht bezahlt hat.

Wenn ein Schuldner seine Verpflichtungen, wie Ratenzahlungen, nicht mehr nachkommen kann, muss er mit seinen Gläubigern über eine Stundung oder einen verlängerten Rückzahlungsplan verhandeln, und zwar mit allen. Dafür gibt es auch professionelle Hilfe bei den Schuldnerberatungsstellen.

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