Kann mir jemand die Hebelwirkung in der Finanzwirtschaft erklären?

2 Antworten

Kleine Ergänzung speziell für den Bereich Finanzwirtschaft:

Wenn man den Hebeleffekt (Leverage) im Akteine- oder Rohstofbereich nutzen will, erkauft man sich damit die chance einen 100 %igen Eigenkapitalverlust erleiden zu können.

Unter Berücksichtigung der zu zahlenden Zinsen muss die Aktien nicht mal um 50 % abstürzen, um sein gesamtes Geld zu verlieren

Der Hebeleffekt (leverage-Effekt) basiert u.a. auf der Annahme, daß der Verschuldungsgrad keinen Einfluß auf die Kredit- und Zinshöhe hat.

Dann läßt sich eine Investition über € 1 Mio (mit einer internen Wirtschaftlichkeit von - sagen wir - 10 % p.a.) zu 50 % mit Fremdkapital (verzinslich mit 6 %) und 50 % mit Eigenkapital finanzieren, so daß die Eigenkapitalverzinsung/-rendite auf 14 % gehebelt wird. Wenn ich nun den Verschuldungsgrad bei gleichem FK-Zins weiter steigern kann, dann steigt meine EK-Rendite theoretisch bis auf unendlich (nämlich wenn EK=0 und FK=100 gilt).

Was möchtest Du wissen?