Kann mir jemand die Hebelwirkung in der Finanzwirtschaft erklären?

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3 Antworten

Kleine Ergänzung speziell für den Bereich Finanzwirtschaft:

Wenn man den Hebeleffekt (Leverage) im Akteine- oder Rohstofbereich nutzen will, erkauft man sich damit die chance einen 100 %igen Eigenkapitalverlust erleiden zu können.

Unter Berücksichtigung der zu zahlenden Zinsen muss die Aktien nicht mal um 50 % abstürzen, um sein gesamtes Geld zu verlieren

Der Hebeleffekt (leverage-Effekt) basiert u.a. auf der Annahme, daß der Verschuldungsgrad keinen Einfluß auf die Kredit- und Zinshöhe hat.

Dann läßt sich eine Investition über € 1 Mio (mit einer internen Wirtschaftlichkeit von - sagen wir - 10 % p.a.) zu 50 % mit Fremdkapital (verzinslich mit 6 %) und 50 % mit Eigenkapital finanzieren, so daß die Eigenkapitalverzinsung/-rendite auf 14 % gehebelt wird. Wenn ich nun den Verschuldungsgrad bei gleichem FK-Zins weiter steigern kann, dann steigt meine EK-Rendite theoretisch bis auf unendlich (nämlich wenn EK=0 und FK=100 gilt).

Hebelgeschäfte sind hochriskant.

Ein Hebelgeschäft wird hier gut erklärt. http://www.pkv-financial.de/finanzierteanlagen3.html

Allerdings und das steht auch da funktioniert das Hebelgeschäft nur solange, wie die gehebelte Kapitalanlage auch einen positiven Ertrag abwirft. Trifft das nicht mehr zu, wie in der derzeitigen Finanzkrise, kommt es zu großen Problem. Dann werdendie Zinsen aus einem 3 fach gehebelten Darlehen fällig und es stehen keine adäquaten Zinseinnahmen dagegen.

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