Kann mein Arbeitgeber einfach meinen Lohn kürzen?

4 Antworten

Hallo,

solch ein Vorgehen geht gar nicht, zudem auch arbeitsrechtlich bedenklich !

Nimm all deinen Mut zusammen, fordere deinen ausstehenden ungekürzten Lohn und setze dem Chef dafür eine kurze Frist. (höchstens 1 Woche, denn du brauchst deinen Verdienst) 

Sag ihm wenn es so ist, dass du um keine Pausen gebeten hattest, da lt. Arbeitsrecht bei 4 Std. Arbeitszeit keine Pausen vorgeschrieben sind und du von dir aus auch keine nehmen musst.

Nebenbei - schau dich schon einmal nach einem anderen Arbeitgeber um, hier wirst du auf Dauer nicht glücklich !!!

Gibt der Bauer,  so sieht er sauer. (Sprichwort)

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Nein, darf er nicht. Denn bei 4 Stunden Arbeit sind keine  Pausen vorgeschrieben (erst ab 6 Std.). Und dann kann er maximal das abziehen, was Du tatsächlich an Pausen gemacht hast, wenn er das erfasst hat.

Gibt es einen Arbeitsvertrag ? Riecht nach Ärger !

Viel Glück

Barmer

Ja gibt einen Arbeitsvertrag. Er will mich ja zur Mittagspause zwingen. Entweder ich stimme dem zu , oder ich kann gehen sagt er. Leider haben wir keine Stechuhr, wo meine Pausen dann festgehalten werden.

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@Doisi

......dann geh lieber ! 

Das wird nicht die letzte Schikane deines Chefs sein. Fordere deinen ausstehenden Lohn, notfalls bemühst du das Arbeitsgericht. 

Was steht eigentlich über Pausenregelung im AV ? Ist nichts darüber geregelt, brauchst du dich nachträglich auch nicht damit einverstanden erklären. 

Deine bezahlte Arbeitszeit lt. AV ist von 9 bis 13 Uhr - fertig ! 

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@Gaenseliesel

In meinem AV steht nur: Arbeitszeit von 9 bis 13 Uhr ohne Pause 

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@Doisi

Na also .......damit bist du doch auf der sicheren Seite ! 

Soll der Chef sich eine andere Dumme suchen ! ;-)

Sollte er nicht einlenken, ist das Arbeitsklima ohnehin gestört, das kann krank machen. Er müsste dann noch 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten. Zeit sich einen neuen Job zu suchen und das Arbeitsgericht einzuschalten.

Alles Gute und lass dich nicht ausnutzen ! 

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Auch ich habe ein ähnliches Problem
Aktuell arbeite ich bei einen Pizza betrieb als Fahrer.
Nun hat der Chef etc. mir einfach in Mitarbeiter-Zeit-App für jeden Tag zusätzlich 60 min Pause eingetragen und das als 6 Stunden kraft.
Nach anfrage wieso und weshalb, kahm nur, das er erfahren hat das ich ab und zu mal rumgestanden habe etc. und er das nicht als Arbeitszeit ansieht.
Ich habe vl. mal pro Tag 2-3 Min rumgestanden oder mit jemanden Geredet aber das wars auch schon.
Ich hätte ja nichts gesagt wenn er mir auf den Ganzen Monat vl INSGESAMT 1-2 Stunden abgezogen hätte, aber gleich 60min Pro Tag und das nach einen Monat /ersten Abrechnung.
In meinen Augen Hören-Sagen und darauf verlässt er sich und zieht mir ganze (mehr als) 12 Stunden vom Lohn ab.

Das kann er natürlich nicht so einfach machen. Es hört sich vielleicht einfacher an als getan aber ich würde nach dem Motto verfahren „wehret den Anfängen“, soll heissen nicht gefallen lassen und einen Arbeitsrechtler (Anwalt, Gewerkschaft. Arbeitnehmervertreter) zu Rate ziehen. 

Klar sollte dann aber auch sein, die Arbeitsatmosphäre wird vergiftet werden und der Chef ist wahrscheinlich noch zu ganz anderen Dingen fähig. Also dann besser kündigen als sich weiter so ausbeuten zu lassen. 

...Ich würde mich erst einmal krank melden und mich kündigen lassen. Solche " feinen " Chefs brauchen es genau so unfair. 

" wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es wieder raus "!

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@Gaenseliesel

In Deiner Antwort kommt die verständliche Empörung durch, kann Deine Gedanken nachvollziehen. 

Aber in dieser Situation sollte die Fragestellerin ihrem miesen Chef nicht noch Kanonenfutter für eine evtl. fristlose Kündigung liefern. 

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@billy

och billy, 

bei der Überprüfung einer evtl. fristlosen Kündigung vor dem Arbeitsgericht stellt sich dann heraus, dass die Kündigung zu Unrecht erfolgt ist, da 1. eine Abmahnung vorausgegangen sein muss (schwerwiegender Grund ) und 2. die Tatsachen nachweislich dagegen sprechen.

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@Gaenseliesel

Ach Gaenseliesel,  

 … wenn die Fragestellerin den Mut und die Courage hätte den Klageweg zu beschreiten. Dein Argument ist ja berechtigt, aber es gibt weitere Gründe weshalb ich zu besonnerem Verhalten raten würde. Einer wäre z. Bsp. eine unvorteilhafte Beurteilung des „alten AG“ für spätere Bewerbungen. 

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