Kann mann seinen Hund über §35a(2) bei der Steuer absetzen?

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4 Antworten

Das ist ziemlicher Unsinn. Wenn der Tierarzt besucht wird, dann hat das mit "haushaltsnah" überhaupt nichts zu tun und Futter ist keine "Dienstleistung".

Was ggf. abgesetzt werden könnte, wäre ein Dogsitting im eigenen Haushalt.

Der Tierarzt scheidet als haushaltsnahe Dienstleistung aus.

Die Argumentation des Gerichts, das darüber entschieden hat, ist nachvollziehbar: Ein Tierarzt ist normalerweise hochqualifiziert und in einer Weise spezialisiert, dass seine Leistung üblicherweise nicht von jedem beliebigen Haushaltsmitglied gegenüber dem Hund erbracht werden könnte. Folglich fehlt dieser Tätigkeit die erforderliche Haushaltsnähe, die aber gerade Voraussetzung für den Abzug nach § 35a EStG ist (FG Nürnberg, Urteil v. 4.10.2012, 4 K 1065/12).

Tierarztkosten als haushaltsnahe Dienstleisungen, das kann meines Erachtens nicht sein. Der Tierarzt wird wohl kaum im trauten Heim die Behandlungen durchführen und ob der Hund quasi wie Kinder zum Haushalt gehören, wage ich -als NichtHundFreund- zu bezweifeln. Dann hätten die Landwirte mit Kühen ja tausende Euro zum Absetzen, da kommt der Tierarzt oft zu den Kühen.

Wirklich lustig! Ich bin der Schweinehund in der Familie und mir bezahlt das Finanzamt auch nicht mein Fresschen. Selbst mein abendliches Fläschchen muß ich aus meinem hochversteuerten Nettoeinkomen bezahlen.

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