Kann man sich wenn von der Eigentümergemeinschaft überstimmt, noch irgendwie wehren als Besitzer?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du kannst Beschlüsse anfechten. Sinnvoll ist das aber wirklich nur dann, wenn es auch einen wichtigen Grund gibt. Das er falsch beschlossen wurde, das er jemand stark benachteiligt oder er nicht richtig zustande kam. Deine persönlichen Vorlieben oder wünsche sind allerdings keine ausreichender Grund. Wenn in einer Gemeinschaft ständig Beschlüsse angefochten werden, wird aus der eigentlichen Gemeinschaft eine Streitgemeinschaft. Das ist dann kontraproduktiv.

Das sind halt die Risiken einer Eigentümergemeinschaft, man kann auch bei seinem Eigentum nicht über alles alleine entscheiden. Das überssehen viele die sich eine Eigentumswohnung kaufen.

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Wieso sollte denn nichts mehr gehen? Beschlüsse der Wohnungseigentümergemeinschaft sind anfechtbar:

http://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__46.html

Allerdings wird eine Anfechtung nicht schon deswegen Erfolg haben, weil man notorisch der Auffassung ist, alle anderen irren nur man selber nicht. Es muß schon ein Rechtsverstoß vorliegen.

Trotz Mehrheitsbeschluss kann durch zeitlich rechtlicher Anfechtung schon noch etwas gehen, aber ganz, ganz selten. Trotz Rechtsschutzversicherung dauerte es bei mir über 2 Jahre. Vom Amtsgericht bis zum Landgericht. Gutachter, der eine beurteile so, der vom Landgericht wieder so! Um welchen Streitwert geht es bei Dir? Lohnt sich der Aufwand? Hat er Erfolgsaussicht? Was meint der Fachanwalt? Hatte grosse Aussicht auf Erfolg meines Einspruches gegen unsere grosse WG. Aber nachdem das Amtsgericht "festgelegt" hatte dass es sich angeblich um eine GbR handelt zog meine Rechtsschutzversicherung die Kostenübernahme zurück. Nach jetzt über 2 Jahren hat das Landgericht festgelegt dass es keine GbR sondern eine private Fernheizfegeinschaft war und ist, somit hätte ich den Prozess gewonnen.und die Versicherung den Anwalt weiter bezahlt In unserer Gerichtbarkeit bedeutet nicht immer wer Recht hat bekommt auch immer Recht.

Scheidungsverfahren; Ehemann beantragt Zwangsversteigerung bei 1/2 Eigentum; Anwaltskosten

Guten Tag an alle,

folgender Sachverhalt: Zwischen Karin und Gerd läuft ein mittlerweile langjähriges Scheidungsverfahren. Sowohl Karin als auch Gerd haben im Zugewinn keine Vermögenswerte angegeben. Weitere Ausführungen zu dem "Scheidungskrieg" an sich bleiben in dieser Frage aussen vor. Wichtig: Es besteht eine Eigentumswohnung welche mit ca. 80.000 € (Darlehenssumme) verschuldet ist. Gerd hat nun die Zwangsversteigerung dieser Eigentumswohnung beantragt. Karin ist auch schon ein Beschluss des Vollstreckungsgerichtes zugegangen. Somit muss Karin innerhalb einer 2 Wochen Notfrist gegen diesen Beschluss vorgehen um das Zwangsversteigerungsverfahren zu verhindern. Gerd hat überraschenderweise das Geld um die jeweiligen Kosten des Zwangsversteigerungsverfahren zu tragen. Gemäß diversen Auskünften im Internet ist der Antragsteller (somit Gerd) für die Kostenübernahme der Zwangsversteigerung verantwortlich.

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage und dem geringen Verdienst von Karin bekommt Sie bei Ihrer bisherigen Anwältin (von der sie in dem Scheidungsverfahren vertreten wird) Prozesskostenhilfe. Nun wurde Karin von Ihrer bisherigen Anwältin an einen anderen Anwalt (Kollegen) verwiesen, da es sich bei dem Zwangsversteigerungsverfahren nicht direkt um die Scheidungssache selbst handeln würde. Es entstehen hier zusätzliche Kosten welche durch die Prozesskostenhilfe anscheinend nicht getragen werden. Unabhängig davon ob sie nun bei der bisherigen Anwältin oder einem "neuen" Juristen gegen diesen Beschluss vorgeht hat Sie die Kosten selbst zu tragen. Nachdem nun ein Gespräch zwischen Karin und dem anderen Anwalt stattgefunden hat, wurde seinerseits nochmals bekräftigt, dass hier die Prozesskostenhilfe nicht greift. Der "neue" Anwalt welcher sich nun mit der Zwangsversteigerung beschäftigen soll, verlangt ein Vorschusshonorar von ca. 1800 € - 2200 €. Karin kann sich somit gegen diesen Beschluss nur "wehren" wenn Sie diese Kosten begleicht.

Frage:

Ist es korrekt, dass die Teilversteigerung nicht direkt mit dem Scheidungsverfahren zu sehen ist, weshalb die Prozesskostenhilfe hier nicht beantragt werden kann?

Warum kann die Prozesskostenhilfe hier nicht beantragt werden, wenn doch Karin sich nur gegen diesen Beschluss "wehren" möchte? Sie war es ja nicht die die Zwangsversteigerung eingeleitet hat.

Sind für Karin die Kosten in Höhe von 1800 € - 2200 € für das "wehren" gegen die Zwangsversteigerung das Limit oder muss hier noch mit weiteren Kosten gerechnet werden?

Ich betone nochmals, Gerd hat die Zwangsversteigerung beantragt, in der Karin mit Ihren Kindern lebt. Unabhängig von den Möglichkeiten wie nun gegen diesen Beschluss argumentiert wird möchte ich wissen ob es korrekt ist, dass hier Kosten auf Karin zukommen obwohl Sie bereits in dem Scheidungsverfahren selbst Prozesskostenhilfe bekommt und sich hier "nur" gegen die Zwangsversteigerung wehren möchte?

Vielen Dank, ich hoffe ich konnte die nötigen Eckpunkte erläutern.

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