Kann man rückwirkend eine Rechnung schreiben?

2 Antworten

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Dein auftraggeber, der Dir das Geld überweist, macht ja Abrechnungen dafür (Gutschriftbelege), dass sind in diesem Fall  die Rechnungen (bzw. Rechnungsersatz).

Diese Belege sind Deinem StB vorzulegen.

Genau genommen würden sogar einfach die zahlungseingänge reichen, denn wenn die Einnahmen einfach steuerpflichtige Einnahmen sind, so brauche ich keine speziellen Rechnungen. Die Rechnungen brauche ich nur zur Verbuchung, wenn z. B. steuerfreie Umsätze dabei sind und die Rechnung die notwendigen Hinweise enthält.

Alles klar, danke! Bräuchte man also z.B. eine Rechnung, wenn Leistungen ins Ausland erbracht wurden und die Umsatzsteuerschuld auf den Leistungsempfänger geht (Reverse-Charge)?

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@Casio58413

Ja, genau, aber wenn das auf der Gutschrift dokumentiert ist, würde das auch ausreichen.

Wichtig ist dabei nur, dass der Leistungsempfänger (Zahler) eine USt-ID hat und die auf der Abrechnung steht.

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@wfwbinder

Wenn der Leistungsempfänger in USA ist, geht das ja schlecht. Die haben ja keine Umsatzsteueridentifikationsnummer. 

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Wie kann man denn Rechnungen anders als "rückwirkend" schreiben? Aber darum geht es hier gar nicht.

Wofür braucht der Steuerberater eine Rechnung? Es mag ja sein, dass der Leistungsempfänger ein braucht, um die Vorsteuer ziehen zu können. Aber doch nicht der Leistende.

Und was ist das überhaupt für eine Kanzlei, die man nicht erreichen kann? Aus dem 19. Jahrhundert? Ich habe mein Handy so eingestellt, dass ich die Mails auch am Wochenende bekomme und reagieren kann.

Also keine Ahnung, ob ich meinen Stb erreichen kann oder nicht. Hab gedacht, dass die am Wochenende auch frei haben :D

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@Casio58413

Steuerberater sterben mit dem Stift in der Hand.

Aber warum schreibst du ihm nicht eine Mail und guckst, ob er heute oder erst am Montag reagiert?

Also ich schalte mich sogar im Urlaub auf.

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@Casio58413

Okay, ich hab keine Mail bekommen, du bist also woanders Mandant. Gut so.

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@EnnoWarMal

Jap habe ich. Tatsächtlich wird die Rechnung nicht unbedingt benötigt. Ein Screenshot der Auszahlung und der Kontoauszug mit dem Eingang der Zahlung reichen :-)

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Ist eine Korrektur der Umsatzsteuer-Voranmeldung am Jahresende möglich, bzw. schicke ich bei der monatliche UStVA Rechnungskopien an das Finanzamt?

Hallo liebe Community,

zum 02.01.17 bin ich als Einzelunternehmer selbstständig. Da ich umsatzsteuerpflichtig sein werde, setze ich mich nun seit einiger Zeit mit der monatlich durchzuführenden Umsatzsteuer-Voranmeldung auseinander.

Zu meiner Frage:

Ich habe vor 2 Monaten einen rechtlichen Disput mit meinem alten Arbeitgeber gehabt. Zu diesem Zweck habe ich mir juristische Hilfe genommen und auch eine ordentliche Rechnung erhalten. Da es im weitesten Sinne schon eine Vorableistung zu meiner Selbstständigkeit war, würde ich gerne schauen, ob ich diese Rechnung nicht auch als Vorgründungskosten zu den Betriebsausgaben setzen und mir die 19% USt. nicht mit meiner ersten UStVA zum 10. Februar (für Januar) vom FA zurückholen kann.

Ich habe es so verstanden, dass ich jeweils spätestens zum 10. des Folgemonats per Elster die UStVA rausschicke und dann entweder die zu zahlende Umsatzsteuer an das FA überweise oder aber die Vorsteuer erstattet bekomme. Gerade jetzt im Dezember sind einige Investitionen getätigt worden, so dass ich im 1. Monat mit einer Erstattung von 400-500 Euro kalkuliere.

Für die monatliche UStVA aber schicke ich doch noch keine Rechnungskopien mit raus, wenn es sich nicht um horrende Vorsteuer-Summen handelt, oder doch ? Falls nicht, gehe ich davon aus, dass das ja sicherlich spätestens zur Umsatzsteuerjahreserklärung der Fall sein wird. Würde ich erst dann die Info vom FA erhalten, dass die Rechnung nicht angenommen wird als Betriebsausgabe und die Vorsteuer zurückgefordert ?

Ich danke Euch schon im Voraus für eure Hilfe.

Liebe Grüße tella

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