kann man nach abschluss der privatinsolvenz wieder sein ganzes einkommen für sich behalten

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2 Antworten

Nach Ablauf von 6 Jahren endet der Einzug der pfändbaren Einkommensanteile automatisch. Also nicht erst ein Jahr später. Eine Ausnahme gilt, wenn die Verfahrenskosten für das Insolvenzverfahren gestundet wurden und während der 6 Jahre aus dem pfändbaren Einkommen nicht vollständig bezahlt werden konnten. Die Schulden werden dann nach 6 Jahren erlassen, die (restlichen ) Verfahrenskosten bleiben aber als Schuld bestehen. Die Stundung der Verfahrenskosten ist wie ein zinsloses Darlehen. Die Stundung kann dann auf Antrag um 4 weitere Jahre verlängert werden. Dies geschieht aber nur auf Antrag. Andernfalls erhalten Sie eine Zahlungsaufforderung durch das Gericht. Reicht das Einkommen auch nach 4 weiteren Jahren nicht aus, um die Verfahrenskosten zu decken, kann der offene Restbetrag auf Antrag auch erlassen werden. Die Verfahrenskosten in einem Verbraucherinsolvenzverfahren betragen ca. 3.000,00 €. Wenn aus dem pfändbaren Einkommen so viel eingezogen wurde, ist nach 6 Jahren alles erledigt. Eine ausführliche Darstellung zum Ablauf einer Privatinsolvenz in Form von mehreren Videos ist auf http://schuldennavigator.de zu finden.

je nach Einkommen kann es sein das du die Kosten für das "Verfahren" tragen mußt. Ansonsten gehört das Geld was du verdienst dir.

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