Kann man Kredit aufnehmen und Geld zu einem besseren Zinssatz anlegen?

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Ohne sehr gute Sicherheit (z. B. eine abbezahlte Immobilie) und wirklich gute Bonität wird keine Bank mitspielen oder der Sollzins zu hoch für den Versuch sein.

Mit Zinsprodukten wird es schwer funktionieren, weil bei gleicher Frist der Sollzins über dem Habenzins liegt.

Wenn du das ganze mit Aktien(Fonds) probierst, ist das Risiko - nämlich das alles ganz anders kommt wie von dir geplant ein nicht unbeträchtliches.

Dazu kommt eine Unsicherheit, was die Abzugsfähigkeit der Zinsen anbelangt. Derzeit gibt es keine Werbungskosten aus Kapitalvermögen.

Mit Immobilien wird das ständig probiert. Fast alle kaufen ihre Immobilien zur Kapitalanlage mit hohem Fremdkapitalanteil und in der Hoffnung, dass die Rendite über den Zinsen liegt.

Mal geht die Rechnung auf, oft genug aber auch nicht. Es hängt von diversen Faktoren ab.

Es gibt auch viele praktische Fälle, in denen Anleger ein Mehrfamilienhaus kaufen, in der Erwartung, dass es gute Renditen bringt und die Mieter auch die Tilgung mit bezahlen. Statt Eigenkapital wird ein Fondsportfolio verpfändet und 100 % finanziert. Das geht auch manchmal gut. Man unterschätzt nur gewaltig das Risiko.

Machen kann man also viel. Ob man sich aber total verrechnet hat, sollte man mit jemandem besprechen, der sich mit so etwas auskennt.

Es gibt Situationen, da ist das durchaus Sinnvoll, wenn man auf die Sicherheit achtet. Ich habe das beim Erwerb einer Immobilie gemacht. Hier hatte ich ursprüngliche einen Kredit eingeplant und die Grundschuld war schon eingetragen. Danach war durch andere Transaktionen dieser Kredit nicht mehr erforderlich. Ich habe den Kredit dann aber doch genommen und das Geld unter Beachtung der Sicherheit im Schnitt um 1 bis 1,5% höher angelegt. Den Kreditzins konnte ich als Kapitalkosten der Immobilie steuerlich geltend machen. Unter dem Strich musste ich deshalb lediglich den Betrag des Zinsgewinns versteuern. Zu beachten ist allerdings, dass auch die Kosten von Grundschuldeintragung und Grundschuldlöschung in die Rechnung mit einkalkuliert werden.

Dies kann unter Beachtung der Sicherheit durchaus Sinn machen. Ich hatte beim Erwerb einer Immobilie einen Kredit eingeplant. Der Kredit wurde,nachdem die Grundschuld bereits eingetragen war, dann wegen anderer Transaktionen doch nicht erforderlich. Ich habe aber den Kredit dann doch genommen und unter Beachtung der Sicherheit in €/DM um durchschnittlich 1,5% höher angelegt. Die Kreditzinsen wurden bei der Immobilie als Kapitalkosten geltend gemacht. Unterm Strich musste ich deshalb lediglich den Unterschied zwischen Sollzins und Habenzins versteuern. Bei der Rechnung muss man allerdings die Kosten für Grundschuldeintragung und Grundschuldlöschung mit einkalkulieren, soweit diese nicht sowieso schon angefallen sind.

Goldsparen der Postbank - gibt es einen versteckten Pferdefuß?

Hallo erstmal,

schön, dass Google mich in dieses Forum geführt hat. Ich habe heute eine kleine Bankentour veranstaltet, um mich nach der besten Anlagemöglichkeit vor Ort zu erkundigen. Ein Ansprechpartner ist mir wichtig, reine Onlinegeschichten kommen daher nicht in Frage. Die Aufgabe: Ca. 50.000€ konservativ auf Sparbuch udgl. anlegen, mit maximal einem halben Jahr Bindung.

Das mit Abstand beste Angebt war von der Postbank, das sicherlich schon bekannte Goldsparen: https://www.postbank.de/privatkunden/goldsparen.html

Den Bonus mal beiseite: über 0,45% konnte mir keine andere Bank bieten. Im Internetvergleich gibt's auch kaum Alternativen über 1,00%, und die sind entweder online oder rein regional. Die Postbank bietet den besten Zinssatz, und zusätzlich hätte man noch die Möglichkeit am steigenden Goldpreis zu mitzunaschen. Das alles mit nur 3 Monaten Kündigungsfrist und angeblich ohne Risiko.

Wenn etwas zu schön klingt um wahr zu sein, dann ist es meist auch nicht wahr. Von der EZB würde die Postbank Geld für nur 0,75% bekommen, und müsste sich auch nicht mit der Kundenbetreuung herumschlagen. Mit diesem Geld könnte sie dann auf einen steigenden Goldpreis setzen, und 100% der Gewinne selbst behalten. Hier werde ich zu 50% an möglichen Gewinnen beteiligt, die Verluste trägt die Bank aber alleine.

Also: Wie funktioniert das, was habe ich übersehen? Warum gibt es hier mehr Zinsen als überall anders, UND zusätzlich noch die Möglichkeit risikolos am Goldkurs zu profitieren. Besteht ein Restrisiko, greift hier die Einlagensicherung nicht, gibt's versteckte Spesen, steht die Postbank finanziell am Abgrund? Das mit dem Goldkurs ist mir wie gesagt unwichtig, 1,00% Zinsen genügen bereits um das Angebot (zu?) gut zu machen.

Danke schon mal im Voraus.

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