Kann man einfach so Privatinsolvenz beantragen wenn Vermögen unter Pfändungsgrenze liegt?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

So einfach geht das (zum Glück) nicht: Es muss eine Überschuldung vorliegen, die er aus eigenen Mittelsn/Einkommen nicht mehr bewältigen kann und die Überschuldung nicht absichtlich/vorsätzlich oder im Zusammenhang mit einer Straftat steht.

der Schuldenerlass gilt nur für die Schulden, die zum Zeitpunkt der Eröffnung des Verfahrens bestanden haben und dem Gericht mmitgeteilt bzw. offen gelet wurden. In den folgenden 6 Jahren "Wohlverwahltensphase" dürfen KEINE NEUEN Schulden gemacht werden und es müssen ALLE RECHNUNGEN pünktlich bezahlt werden, um den Schuldenerlass zu erhalten.

Außerdem wird die dafür abzugebende Eidestattliche Erklärung weitreichende negative Konsequenzen haben: Kredite, Wohnungen, Handyverträge und Zahlen auf Rechnung wird nach einer solchen Insolvenz kaum noch gewährt

Auch die rechtlich geregelte Privatinsolvenz setzt eine Überschuldung voraus und nicht bloß ein "Vermögen unter der Pfändungsgrenze". Weiteres findest Du bei http://de.wikipedia.org/wiki/Privatinsolvenz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für den Studenten sehr angenehm ist und sein wird, seine weitere Zukunft für 6 Jahre mit einer Insolvenz zu belasten.

Welchen Artikel hast Du wo gelesen (und vielleicht nicht verstanden)?

Insolvenzverfahren - Pfändungsgrenze, Unterschied und Auto!

Ich hatte eine kleine Firma als Einzelkaufmann und bin mit dieser und selbst auch ins Insolvenzverfahren gerutscht.

Mein Treuhänder schmeißt mir nun Knüppel zwischen die Füße. Obwohl ich per Kontoauszug belegen kann, dass ich momentan nur 770,-Euro verdiene, davon 370,-Euro bar auf die Hand, behält er, obwohl er Einsicht in die Kontoauszüge des Privatkontos hat, schaltet er mir die restlichen 400,-Euro seit zwei Monaten nicht frei. Argument: Er möchte noch Kontoauszüge von einem ganz anderen Konto haben, die nicht vollständig sind. Diese würde ich gerne über die Bank beantragen, was aber nicht geht, weils Geld kostet, was ich nicht habe. Kann er wirklich die 400,-Euro einbehalten und sogar auf sein Treuhänderkonto überweisen?

Ich habe einen alten Wagen, der sogar nach TÜV nächstes Jahr nicht mehr weiter TÜV erhält. Er ist zwischen 250,-Euro und 400,-Euro wert. Um zu meiner Arbeit zu kommen, brauche ich den Wagen nachweislich. Ein Hinkommen mit Öffis ist nur bis 18.00Uhr in der Woche möglich, am Wochenende fährt gar nichts. Nachweislich! Nun sagt er, er nimmt mir das Auto weg, es sei denn, ich kaufe es ihm ab für 250,-Euro, die ich logischerweise nicht habe! Ist es wirklich so, dass es ihm egal sein kann, wenn ich meinen Job verliere, wenn ich keinen fahrbaren Untersatz mehr habe?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

...zur Frage

Scheidungsfolgenvereinbarung durch Insolvenz ungültig?

Mein Exmann und ich wurden Ende 2010 geschieden. Bei Gericht wurde eine Scheidungsfolgenvereinbarung getroffen, in der u.a. festgehalten wurde, dass er mir seine Hälfte unserer Eigentumswohnung gegen Übernahme seiner Bankschulden überschreibt. (Es sind erst rund 10 000 Eur seit Kauf abgetragen, sie ist vollfinanziert, ich zahle sie alleine ab.)

Nach der Scheidung ist er dann einfach monatelang abgetaucht, nach 3 Monaten bekam ich eine Mail, ich solle die Überschreibung in die Wege leiten. Dann tauchte er wieder ab, reagierte nicht auf die Schreiben des Notars und ich bat meine Anwältin die Vollstreckung inkl. Zwangsgld gegen ihn zu beantragen.

Die Frist des Gerichts endete heute. Letzte Woche tauchte er plötzlich auf und ging zum Notar zur Unterschrift. Soweit so gut. Am Samstag kam dann überraschend Post meiner Anwältin.

Darin die Kopie einer Schuldnerberatung. Mein Exmann hat 21 (!) Gläubiger und 28 000 Schulden. Er ist einkommenslos, wird von seiner LG unterhalten. Ich solle einer Vereinbarung zustimmen, dass er nur dann anteilig was zahlt, wenn er über der Pfändungsgrenze Einkommen hat (ich bekommen auch noch 1750 Euro von ihm), sonst müsse er Privatinsolvenz anmelden. Nun hab ich große Sorge, dass ich die Wohnung doch nicht bekomme, trotz Notar. Der wird mich nun im Grundbuch vormerken lassen. Muss ich mir wirklich Sorgen machen?

LG Maerzentchen

...zur Frage

Welche Schritte vor Abschluss eines Werkvertrages..?

Hallo zusammen,

ich befinde mich gerade am Ende meines Studiums und dürfte bis September, aber nicht mehr im Oktober als Student immatrikuliert sein. Da ich nun schon im September Freizeit habe, besteht die Möglichkeit im Zeitraum September-Oktober bei einer Firma zu arbeiten.

Bei dem Vertrag handelt es sich um einen Werkvertrag. In dem jedoch ein Stundenlohn und eine höchst Arbeitszeit von 40 Tagen und ein entsprechender Höchstlohn festgelegt wird. Wie viel ich tatsächlich Arbeiten möchte, ist mir frei überlassen und nicht festgelegt.

Da ich mich ja nun um Sozialversicherung und Steuern etc. selbst kümmern muss und am Ende nur eine Rechnung an die Firma schicke, stellen sich mir ein paar Fragen (mein Jahresverdienst aus HIWI Job an der Uni und dem Job bei der Firma dürfte in 2012 bei ca. 6150€ liegen):

1) Umsatzsteuer muss ich als Kleinunternehmer im Sinne des §19 UStG nicht abführen, da ich deutlich unter 17000 € bleibe?

2) Ich müsste die Tätigkeit als freiberufliche Tätigkeit beim Finanzamt anmelden (gibt es da Probleme bzgl. Scheinselbsständigkeit)

3) Steuern dürften aufgrund der niedrigen Einkünfte nicht anfallen (muss ich eine Steuererklärung machen?)

4) Kann ich von Beiträgen für Sozialabgaben und Rentenversicherung befreien lassen und wenn ja, wo müsste ich das beantragen/einreichen? (Ich werde an die Monate anschließend zu 99% Beamter und bin von daher eigentlich nicht auf die Rentenversicherung etc. angewiesen - oder liegt mir hier ein Irrtum vor?!)

5) Gibt es irgendetwas zu Beachten, da ich ja im ersten Monat der Vertragslaufzeit noch Student und im zweiten Monat kein Student mehr bin (z.B. mit der priv. Krankenkasse [bin nicht über Eltern etc. versichert])?

Ich wäre froh, wenn mir jemand in der ein oder anderen Frage Klarheit verschaffen könnte :-)

Viele liebe Grüße

Anton

...zur Frage

Überschreiten des Übungsleiterfreibetrages als Student

Liebe Finanz und Streuerexperten,

es geht um die Steuer 2014 und ich habe folgende Situation:

Status: Student bis 09/14, danach Referendar (also Beamter auf Widerruf)

Einkünfte (Musterbeispiel):

1) 3000 EUR als Touristenführer (dort schreibe ich Rechnungen an meinen Arbeitgeber, ich bin dort also freiberuflich/selbstständig tätig - oder wie nennt sich das dann??)

2) 3000 EUR als Übungsleiter bei verschiedenen Vereinen

3) 6000 EUR als Referendar (Steuern schon weggerechnet)

Mir ist nicht klar, wie das jetzt abläuft wenn ich nächstes Jahr eine Steuererklärung für 2014 machen muss. Der Übungsleiterfreibetrag liegt ja bei 2400 EUR, den ich damit um 600 EUR überschritten habe. Meinen Recherchen zufolge lässt sich die Situation so klären:

Gesamteinkommen = 12000 EUR

12000 - (8004+2400) = 1600 EUR zu versteuerndes Einkommen

von den 1600 EUR kann ich nochmal bereits bezahlte Steuern abziehen (Referendar von 09/14-12/14), außerdem als Lehrer 1000 EUR pauschal als Werbekosten absetzen und ich bin quasi schon fast "übern Berg"...

Ich habe wirklich garkeinen Plan ob das so richtig ist, bin absoluter Neuling auf dem Gebiet und bitte um Nachsicht :-).

Beste Grüße und vielen Dank schonmal

...zur Frage

nach Studium übergangsweise Hartz 4 - Vermögen um 50 Euro durch Bausparvertrag überschritten

mehrere Annahmen im Vorfeld:

Tatsache 1: man hat Anspruch auf Hartz 4

Tatsache 2: Vermögen: Bausparvertrag 4100 Euro (darf aber nur 4050 haben -> 150 Euro* 27 Jahre=Schonvermögen liegt bei 4050 Euro

Fazit: Kann das Amt verlangen, dass ich meinen Bausparvertrag auflöse? Oder gilt hier die Ausnahmeregelung (die ich nicht richtig verstanden habe), dass das Kündigen des Bausparvertrages unwirtschaftlich ist.

Bekomme ich dann solange kein Hartz 4 bis ich unter der Geldgrenze liege? Oder bekomme ich vielleicht doch etwas, aber mein vermeintlich zusätzliche Vermögen wird angerechnet?

...zur Frage

Selbstbehalt 1600 Euro??

Wer kann mir weiterhelfen. Die Eltern einer guten Freundin haben beide Privatinsolvenz angemeldet, leben von einer Rente von 1.200 Euro. Beide Elternteile sind alkoholkrank mit beginnender Demenz. Stimmt es, dass meine Freundin von ihrem Nettoeinkommen nur 1.600 Euro als Selbstbehalt behalten darf, den Rest müsste sie für die Pflege der Eltern aufbringen?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?