Kann man einen Ehevertrag nachträglich anfechten?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sie kann versuchen den Vertrag anzufechten, weil er durch arglistige Täuschung zustande gekommen ist.

Ein Chefarzt würde in einem Ehevertrag einem hohen Unterhalt für die Krankenpflegerin die er heiratet auch nur wegen dieses Einkommensunterschiedes zustimmen. Wüßte er, dass sie Millionärin ist, dann vermutlich nciht.

Was hier wundert, die müssen doch Steuererklärungen abgegeben ahben. Dort hätte er doch, wenn er Millionär war, Einkünfte daraus angegeben ahben.

Oder geht es erst um ein zukünftiges Erbe, was ihm eventuell zusteht?

Dann wäre es kein Anfechtungsgrund. Er muss das Geld schon haben.

Das geht, wie wfwbinder richtig schon bemerkt hat. Überdies ist der Ehevertrag notariell zu beurkunden. Der Notar selbst könnte dir somit auch weiterhelfen oder nur einen Tipp geben. Dann ganz schnell zum Rechtsanwalt.

Wie schon gesagt, sollte das deine Schwester auf jeden Fall versuchen.

Bei Aufstellung und Unterzeichnung des Ehevetrags wurden ihr falsche Tatsachen vorgelegt und hätte sie von dem Erbe gewusst, hätte sie diesen Vertrag ja auch nicht aufgesetzt.

Ich finds immer wieder arg wie sich Ehepartner so anlügen und betrügen können ... richtig schlimm.

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