Kann man einen Aufhebungsvertrag rückgängig machen?

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5 Antworten

Das ist im Regelfall nicht möglich.

Man kann natürlich vor dem Arbeitsgericht Klage einreichen, nur die tendenz geht eindeutig in die Richtung - Verträge müssen eingehalten werden-

Wenn man allerdings beweisen kann, dass man zur Unterschrift genötigt wurde, dann werden die Arbeitsgericht einen solchen Vertrag aufheben, und im Streitfall gibt es eine ordentliche Kündigung mit Abfindung.

Außerdem steht bei einer Nötigung eine Strafanzeige als Option im Raum.

Ja, aber nur wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind. Wenn Beweise vorliegen, dass ein Beteiligter erheblich unter Druck gesetzt wurde oder nicht geschäftsfähig war, könnte der Vertrag nicht wirksam sein.

In deinem Fall sicher nicht. Es gibt nur die Möglichkeiten der Anfechtung, der unerlaubten Handlung, der Vertragsanpassung oder falls notwendige Zustimmungen fehlen. Aber all das liegt nicht vor. Daher sehe ich keine Chancen für dich, wenn dich die Sache jetzt reut oder bei besserer Überlegung, den Aufhebungsvertrag rückgängig zu machen.

das dürfte nicht mehr möglich sein!

Aufhebungsverträge – früher nur bei Führungskräften als angeblich "einvernehmliche Trennung" üblich – werden inzwischen auch bei Arbeitern und Angestellten immer häufiger anstelle einer Kündigung vereinbart. Trotz der Verbreitung von Aufhebungsverträgen in der Praxis muss jedoch vor dem unüberlegten Abschluss gewarnt werden. Ein Aufhebungsvertrag hat gegenüber einer Kündigung für den Arbeitnehmer nämlich gravierende Nachteile: Gegen eine Kündigung kann (binnen drei Wochen, vgl. § 4 KSchG) gerichtlich vorgegangen werden, ein einmal unterzeichneter Aufhebungsvertrag ist jedoch – bis auf extreme Ausnahmen – nicht mehr rückgängig zu machen. Immer noch kommt es allerdings vor, dass Arbeitnehmer in einer subjektiv als Bedrängung empfundenen Situation einen Aufhebungsvertrag abschließen ohne vorherige Konsultation eines Anwaltes, meist ohne jegliche Bedenkzeit.

weiter wichtige infos unter: http://www.arbeitsrecht-karlsruhe.de/PDF_arbeitsrecht_karlsruhe_rechtsanwalt/Aufhebungsvertrag.pdf

die Frage wurde hier kürzlich schon einmal gestellt: nach meiner Auffassung nur dann, wenn beachtliche im Aufhebungsvertrag aufgeführte Punkte, durch Vorenthalten von Informationen durch den Arbeitgeber bzw. hinzugezogenen Betriebsrat oder Schwerbehindertenvertreter usw. unter falschen Voraussetzungen abgeschlossen wurden. Allerdings müsste dies s o f o r t nach Kenntnis des tatsächlichen Sachverhaltes erfolgen. Dazu kommt, dass der Abschluss des Aufhebungsvertrages unter falschen Voraussetzungen den Arbeitnehmer b e n a c h t e i l i g e n muss. Ergibt sich kein Nachteil aus dem Aufhebungsvertrag, dürfte die Anfechtung wohl aussichtslos sein. Kriegsentscheidend ist das Ergebnis unter dem Strich. Das würde auch jedes Gericht in dieser Art bewerten.....

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