Kann man eine Immobilie und das Grundstück bei der Steuer abschreiben?

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Wenn es eine eigengenutzte Immobilie ist, kann man nichts abschreiben. Das geht nur bei vermieteten Immobilien. In der Regel sind das 2 % linear von Kaufpreis. Ein Grundstück hat keine AfA, weil sich nichts abnutzt. Das ist ganz einfach.

Abschreibung bei vermieteten Immobilien

Wer sich eine Immobilie kauft, muss nicht unbedingt selbst in ihr wohnen, sondern kann sie auch an Dritte vermieten. Was zunächst für Laien ungewöhnlich klingen mag, zahlt sich jedoch bei der Steuererklärung in barer Münze aus. Der Staat ermöglicht es diesen Eigentümern, den Kaufpreis für das Gebäude (ohne Grundstück) und die laufenden Kosten für das Objekt von der Steuer abzusetzen. Besonders für Personen mit hohem Steuersatz kann sich diese Variante der Altersvorsorge besonders lohnen. Die steuerlichen Vorteile durch eine vermietete Immobilie kommen zum einen durch die Abschreibung des Kaufpreises zu Stande: "Wichtig ist allerdings, dass nur der Kaufpreis des Hauses oder der Wohnung selbst abgesetzt werden kann, nicht aber der für das Grundstück, auf dem die Immobilie steht." Das Finanzamt geht dabei für Objekte, die nach dem 31. Dezember 1924 gebaut wurden, von einer Nutzungsdauer von 50 Jahren aus. Das ergibt bei einem Kaufpreis ohne Grundstück von zum Beispiel 150 000 Euro eine jährliche Verringerung des zu versteuernden Einkommens von 3000 Euro. Wer einen Steuersatz von 40 Prozent hat, spart also allein durch diesen Posten bereits 1200 Euro Steuern im Jahr. Wird eine Immobilie mitten im Jahr gekauft, werden nur die verbleibenden Monate anteilig berechnet. Bei älteren Immobilien mit Baujahr bis 1924 oder früher reduziert sich die Nutzungs- und Abschreibungsdauer auf 40 Jahre. Der jährliche Abschreibungsbetrag erhöht sich dadurch auf 2,5 Prozent vom Kaufpreis oder in dem Beispiel auf 3750 Euro. http://www.appento.de/faq/antwort.php?frage=138

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