kann man eine bestehende Baufinanzierung übernehmen?

1 Antwort

Ja, man kann mit dem Hauskauf auch die bestehende Baufinanzierung übernehmen, wenn der Kreditgeber (die Bank) Eure Kreditwürdigkeit akzeptiert (er muß sie nicht akzeptieren, darf sie aber nur mit Begründung ablehnen!). Der Hauskauf sowie die Übertragung der bestehenden Baufinanzierung (sog. Schuldnertausch) sind beides notargebundene Verträge.

Ihr tretet als neue Schuldner an die Stelle des bisherigen Schuldners (des Hausverkäufers) und nehmt damit ein Darlehn auf. Das muß Euch soweit klar sein!

Die Notarkosten für den Schuldnertausch dürften niedriger sein als die Kreditneueintragung.

Entscheidener als diese (marginale) Kostendifferenz ist aber der Vergleich der bestehenden Kreditkonditionen mit den derzeit am Markt verfügbaren. Dies gilt nicht nur für die Kreditzinsen, sondern besonders auch für die betreffende, verbleibende Zinsbindungszeit.

Wenn das bestehende Darlehen aus heutiger Marktsicht ungünstige Konditionen hat, dann gehen die daraus folgenden Kosten zu Lasten des Hausverkäufers. Ihr habt Anspruch auf eine lastenfreie Übertragung und könnt die aktuellen Marktkonditionen einkaufen.

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