Kann man durch die Zahlung einer Umsatzsteuer pleite gehen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Lies mal die Regelungen zur Differenzbesteuerung gem. Par. 25a Ustg.

Vielen lieben Dank, nach sowas habe ich gesucht :D

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Warum schlägst u Dich mit diesen Überlegungen herum, weil Du keine Ahnung von Steuern hast?

Wenn ih am McBurney Punkt Schmerzen habe, die beim loslassen größer sin, als beim Drücken, frage ich weder den Nachbarn, noch auf Gesundheitsfrage.net, sondern gehe zum Arzt. Der wird dann vermutlich eine Appendizitis diagnostizieren.

Bevor Du irgendwelche Rechnereien machst, die ohnehin nicht klappen können, weil Du nicht laufend Deine Umsätze erhöhen kannst, gehe zu einem Berufskollegen von mir und der wird Dir § 25 a UStG erklären.

Das ist die Differenzbesteuerung für Unternehmer, die mit gebrauchten, bzw. von Privat gekauften Artikeln handeln.

Da wird nämlich festgelegt (auf Deinen Fall gemünzt), dass Du eine Ware, die Du für 70,- Euro ein- und für 100,- Euro verkaufst, auf die 30,- Euro Differenz die Umsatzsteuer bezahlst. also 30,- Euro / 1,19 = 25,21 Euro Umsatz + 19 % = 4,79 Umsatzsteuer.

Somit abzuführen 4,79 Euro abzüglich der Vorsteuer aus Deinen Kosten.

Ausserdem ist Deine Differenz der Rohgewinn und nicht der Gewinn, oder verkaufst Du ohne Internetkosten, ohne einen Computer, ohne Versandkosten usw.

Auf jeden Fall wärst Du dann der genialste Internethändler aller Zeiten, Internethandel ohne Internet.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Mit der MwSt zu schludern kann unangenehm werden und letztlich auch in den Ruin führen, da sie oft erst ein bis 2 Jahre nach unternemensgründung gefordert wird und das obendrein auch noch im voraus. Ich habe im Laufe meines Arbeitsleben einige freiberufliche Kollegen erlebt, die da ins Schleudern kamen.

Auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten, spart eigentlich immer Steuern, fragt sich ob sich der Aufwand lohnt. Tut's m.M. nach eigentlich fast immer

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@jgobond682

Du hast offensichtlich den gleichen wissensstand wie der fragesteller

Sonst wäre die antwort nicht so grundlegend falsch.

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@jgobond682

Kommt ein nichtsahnender daher und redet unsinn

Ich bin hier schon lange

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@jgobond682
Mit der MwSt zu schludern kann unangenehm werden und letztlich auch in den Ruin führen,

Nicht die Umsatzsteuer führt zum Ruin, sondern Kalkulationsfehler und unsaubere Buchführung.

Wer Kleinunternehmer ist, sollte in der Lage sein in en ersten Tagen des neuen Jahres seine Vorjahresumsätze aufzurechnen. Dann weiß er, ob er im neuen Jahr noch Kleinunternehmer ist, oder nicht.

Da die Umsatzsteuer auf en Nettopreis aufgeschlagen wird, kann sie nicht nur Pleite führen, sondern nur der Rechenfahler beim errechnen des Preises.

Auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten, spart eigentlich immer Steuern, fragt sich ob sich der Aufwand lohnt. Tut's m.M. nach eigentlich fast immer

Fast immer ist etwas viel, sehr häufig dürfte es eher Treffen. Online- und Flohmarkthändler die es in der geringen Umsatzklasse nur mit Privatkunden zu tun haben, kommen besser weg mit der Kleinunternehmerregelung.

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Vielen Dank, die Differenzbesteuerung hilft mir weiter :)

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Bevor Du Dich komplett im BWL Dschungel verläufst zunächst mal die Basics:

Damit das Finanzamt die Einstufung als Kleinunternehmer akzeptiert, dürfen die umsatzsteuerpflichtigen Betriebseinnahmen laut § 19 UStG folgende Umsatzgrenzen nicht übersteigen:

  • im vorangegangenen Kalenderjahr 22.000 Euro (bis 2019: 17.500 Euro)
  • und
  • im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 Euro.

Wichtig: Das hervorgehobene „und“ bedeutet, dass beide Bedingungen erfüllt sein müssen. Und: Bei den genannten Grenzen handelt es sich um den Umsatz und nicht etwa um den Gewinn! Der Gewinn ist in der Regel deutlich niedriger, weil von den Einnahmen ja noch die Ausgaben abgezogen werden.

Quelle: https://www.kleinunternehmer.de/kleinunternehmerregelung.htm

Insofern kommen noch ganz andere Themen auf Dich zu und bei den von Dir genannten Zahlen, solltest Du Dir umgehend Hilfe bei einem Steuer-, Finanz-, oder Unternehmensberater holen. Da ist das Forum hier definitiv der falsche Ansatz.

Vielen Dank, aber das Prinzip der Kleinunternehmerregelung habe ich schon verstanden ;)

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@NightHawk01

Prima, dann solltest Du keine weitere Zeit verschwenden, denn tatsächlich führen diese Missverständnisse häufig zur "Insolvenz".

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@NightHawk01

Das hast du eben nicht.

Die umsatzsteuer (erhoben oder nicht) belastet den unternehmer in keiner weise.

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@Impact

Die Umsatzsteuer belastet den Kleinunternehmer nicht, das ist mir bewusst.

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@Impact

Lies dir den Text darunter nochmal durch. Dort schreibe ich, dass ich zwar noch Kleinunternehmer bin, aber in den kommenden Jahren (Aufgrund steigender Umsätze) die Umsatzsteuer zahlen muss. Das Kleinunternehmertum spielt hier letztendlich keine Rolle.

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@NightHawk01

Im gegensatz zu dir habe ich gelesen.

Die ust zahlt nie der gewerbetreibende, sondern dessen kunde !!!

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@Impact

Der Gewerbetreibende zahlt die UST, kann sie aber auf den Preis draufschlagen, sodass es sich nicht weiter auf den Gewinn auswirkt. Der Kunde selbst ist sich nicht bewusst, dass er die Umsatzsteuer bezahlt, denn im Gegensatz zu anderen Ländern werden in Deutschland alle Preise inklusive Steuern angegeben. Wie auch immer, ich würde ungern 19% auf meine Preise draufschlagen, weil das die Verkäufe massiv einschränken würde. Da sich meine oben gestellte Frage aber schon geklärt hat, mache ich mir darüber sowieso keine Gedanken mehr.

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@NightHawk01

Das ei will wieder mal dem huhn die welt erklären.

Der gewerbetreibende zahlt keine ust !!!

Er führt die ihm zu treuen händen überlassenen beträge ab.

Jeder kunde in d weiss genau, dass er ust zahlt.

Wenn der unternehmer das alles nicht kapiert oder falsch kalkuliert hat , dann soll er ruhig zugunsten guter kaufleute pleite gehen.

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@Impact

Hättest du recht, dann könnte ich sagen wenn das Finanzamt die UST einfordert sagen "Nö zahle ich nicht, kontaktieren sie meine Kunden." Aber so funktioniert das nicht. Der Unternehmer zahlt die Umsatzsteuer an das Finanzamt, das wird nicht durch die Tatsache geändert, dass die 16% in der Regel auf den verkaufspreis aufgeschlagen werden. Das sorgt nur dafür, dass der Unternehmer durch die UST keine verluste macht, aber verhindert nicht, dass er die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführt.

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@NightHawk01

Richtig. Er führt sie ab.

Aber er zahlt sie nicht.

Er zahlt ust dann, wenn er selbst was kauft.

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Der Denkfehler ist, dass du zwar netto 10 % aufschlagen kannst.

Wenn du etwas einkaufst, ohne Vorsteuer abziehen zu können und umsatzsteuerpflichtig weiterverkaufst. Musst du zu deiner Marge auch die Umsatzsteuer aufschlagen können.

Wenn der Markt die Preise nicht hergibt, ist das Geschäftmodell zum Scheitern verurteilt oder du musst Kleinunternehmer-Brötchen backen.

Anders formuliert, er übernimmt aktuell für seine Käufer die Mehrwersteuerzahlung... ;-)

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Ich schlage keine "10%" drauf, sondern kaufe für z.B. 70% des Marktwerts an, und verkaufe dann für den normalen Marktwert, also 100%.

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@NightHawk01

Als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer muss man in Nettopreisen denken - sowohl Vor- als auch Umsatzsteuer sind durchlaufende Posten.

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@NightHawk01

In dem Fall hattest du als Kleinunternehmer um die 42 % Gewinnmarge. Wenn du umsatzsteuerpflichtig wirst, musst du dir überlegen, ob dir die 23 % reichen oder ob du höhere Preise verlangen kannst.

Es ist die ganz normale Kalkulation eines jeden Unternehmers.

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@Rat2010

Umsätze sind umsatzsteuerpflichtig

Auch die des sog. Kleinunternehmers

Nur wird da die ust nicht erhoben.

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