Kann man die Unterstützung der Eltern (Sozialhilfeempfänger) steuerlich geltend machen?

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4 Antworten

Es gibtden § 33 a EStG. Das ist die passende Vorschrift.

Für die laufenden Zahlungen, die Du Deiner Mutter gibst, geht das aber ins Leere, weil eigene Einkünfte und bezüge angerechnet werden, soweit die 624,- euro übersteigen. Mit 300,- Rente und 500,- Grundsicherung (9.600,- im Jahr, das sind 8.976,- Euro mehr als 624,- euro), wird der Abzugsbetrag von höchstens 8.354,-, bzw. die von Dir gezahlten 5.200,-, überschritten. Also kein Abzug.

Die 5.000,- Behandlungskosten, die von der Krankenversicherung nicht getragen werden, kannst Du es als Normale aussergewöhnliche Belastung versuchen, aber natürlich kommt da auch die zumutbare Belastung ins Spiel.

für das betreffende Jahr könnte man nun auf die Idee kommen, die Behandlungskosten und die laufende Unterstützung zusammen zu ziehen.

Ich würde es versuchen.

1. ja kann man steuerlich geltend machen 

2. auch die Kosten für die Zahnbehandlung kann als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden (der zumutbare Eigenanteil wird abgezogen, einkommensabhängig) 

3. möglich das die Sozialhilfe entsprechend gekürzt wird, vorher beim Sozialamt erkundigen 

Wie willst du Geld, das der "Beschenkte" überhaupt nicht ohne Angabe beim Grundsicherungsamt annehmen dürfte, bei der Steuer absetzen?

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/so-teuer-duerfen-geschenke-trotz-hartz-iv-sein-9001470.php

Grundsicherung wird durch Steuern finanziert und diese sollen auch noch dadurch gemindert werden, dass man die Grundsicherung hintergeht?

Klar, dann versucht jemand demnächst auch, schwarz bezahlten Arbeitslohn von der Steuer abzusetzen.

TheMan 02.07.2015, 00:21

Hallo, 

deswegen habe ich diese Frage ja gestellt. Bisher habe ich ihr einfach was in die Hand gedrückt, weil das Geld was sie bekommt nicht reichte. 
Da ich aber alles offenlegen will und einen Konto-Dauerauftrag gerne einrichten würde, will ich wissen, wieviel ich ihr geben kann, ohne dass sie was gekürzt bekommt. 

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Selbstverständlich kannst du das - ein kurzer Blick ins Gesetz hätte Dir das auch gesagt.

Die Antwort von Lissa kannst Du dabei getrost in die Tonne treten - sie vertritt hier nur ihre unbedeutende Meinung.

Ob angerechnet wird und wieviel, wird das dortige Amt entscheiden.

Das hat jedoch nichts mit dem Einkommensteuer-Gesetz zu tun.

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