Kann man auf einen Riester-Vertrag auch mehr einzahlen als die 4% des Bruttoeinkommens?

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6 Antworten

Du kannst/darfst in den meisten Verträgen beliebig hohe Summen einzahlen, ABER:

  • nur bis max. 2.100€ inkl. Zulagen sind steuerlich abzugsfähig
  • die maximalen Zulagen gibt es "schon" bei Einzahlungen von 4% des Vorjahres-Bruttos (wieder inkl. Zulagen)

Somit sinkt in Allgemeinen die Rendite, weil auf höhere Einzahlungen als 2.100€ weder Steuer noch Zulagen mithelfen. Daher ist es meist besser, weitere Zahlungen in ein anderes Produkt (private-RV) bzw. Sparform (Fonds/ETF-Sparplan) zu stecken.

Nur wegen fehlender Zulage oder Günstigerprüfung (der Ausdruck gefällt mir besser als pauschal "Steuer"; siehe dazu meine Antwort) werden die alternativen Anlageprodukte doch nicht "besser".

Da müßte m. E. noch etwas genauer auf die weiteren Unterschiede hingeguckt werden, z. B. Abgeltungsteuer, Kostenquote, vorzeitige Verfügbarkeit, ...(?)...

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@LittleArrow

Natürlich sind Pauschale Antworten nie 100% richtig und Deine Hinweise korrekt.

Aber durch das "ausbleiben" der Zulagen und steuerlichen Vorteile über 2.100€ fallen zwei wesentliche Vorteile von Riester weg, so dass das Riesterprodukt relativ gesehen schlechter (bezogen auf die Rendite) wird - zumindest im Allgemeinen (denn alle Riester-Auszahlungen sind voll steuerpflichtig).

Somit ist es aus meiner Sicht zumindest tendentiell besser, nur bis 2.100€ inkl. zulagen für Riester zu investieren.

Aber man sollte natürlich immer konkret und korrekt die Alternativen berechnen und vergleichen

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Die Förderung durch Zulage oder steuerliche Günstigerprüfung ist bereits in den bisherigen Antworten dargestellt worden.

Welche Auswirkungen von Überzahlungen (wenn der Vertragsanbieter diese akzeptiert) den Sparer noch interessieren können? Auch die Erträge auf die Überzahlungen sind und bleiben abgeltungsteuerfrei. Die Besteuerung erfolgt erst später in der Auszahlungsphase zusammen mit den übrigen Erträgen. Es findet also auch hier eine zeitliche und tarifliche Steuerverschiebung statt. Natürlich gibt es dabei die Unwägbarkeit der dann geltenden Steuervorschriften, aber das gilt auch für die künftige Abgeltungsbesteuerung.

Ja, das kann man. Steuerlich und für die Berechnung der Zulagen sind jedoch nur die Beträge bis zur genannten Höchstgrenze relevant.

Die wesentliche Auswirkung für Dich als Riester-Ansparer ist natürlich, daß der Betrag, der heute eingezahlt wird, mehr Zinsen und Zinseszinsen bringt.

Einzahlungen in schlechten Börsenphasen wirken sich so bei fondsgebundenen Riesterverträgen auch deutlicher aus, wenn die Auszahlung in einer guten Börsenphase erfolgt.

Die steuerliche Höchstgrenze liegt bei 2.100 € und nicht bei nur 4%

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@Niklaus

Yep, es sind die Zahlungen nur bis max. 4% und max. EUR 2.100 (für die Zulagen) bzw. bis max. EUR 2.100 (für die steuerliche Berücksichtigung der Altersvorsorge) relevant.

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Ja bis zu 2.100 € jährlich. Du kannst dies Beträge dann steuerlich ansetzen. Das Finanzamt macht eine Günstigerprüfung und du erhältst ggf. zu den Zulagen noch eine bestimmte Steuerrückzahlung.

Korrekt, aber viele Verträge lassen doch auch eine höhere (Ein-)Zahlung zu (welche dann aber weder steuerlich noch per Zuschuss weiter gefördert wird: Die maximum Förderung wird bei 2.100€ inkl. zulagen erreicht)

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@MadRampage

Ja das ist korrekt. Aber ich denke das dies nicht sinnvoll ist. Deshalb meine Einschränkung bis 2.100 €

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Ich verstehe nicht, warum Du den eingenen Sparanteil nochmal vergrößern möchtest. Bis zum 90 Lebensjahr bekommst Du sowieso erst Dein eingezahltes Geld ausbezahlt und wenn Du älter werden solltest, was ich Dir gerne wünsche, aber bei vielen nicht zutrifft, wirst Du dann auch noch die Staatliche Förderung bekommen. Na dann viel Glück beim alt werden. ....ich würde in eine Alternative Sparform einzahlen. Wo ich das Geld auch schon viel früher zu erwarten habe.

Sorry aber diese Aussage ist einfach irgendwelchen Miesmachern kopiert. Es kommt immer darauf an, welchen Art der Riesterförderung man macht.

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@Niklaus

Die wenigsten werden wirklich von Riester profitieren können....ich habe auch Riester, bedauerlicherweise, werde mich aber auf andere Sparformen verlassen und nicht auf Riester, davon werde ich leider wenig haben, da ich nicht davon ausgehe soooo alt zu werden.

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@althaus

Da wir nicht wissen, wann wir unseren Löffel abgeben, werden wir alle unsere Ersparnisse nicht zeitgleich mit unserem Tod ausgeben können.

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@Niklaus

Ich wünsche jedem ein langes Leben. Vor allem Riester-Sparer.

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@althaus

statistisch steigt die lebenserwartung der menschen in deutschland :)

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Sorry lieber Niklaus und lieber MadRampage..;-)

das sehe ich etwas anders! Verschiedene Riestermodelle haben auch für den 2100,00EU (4.200,00EU bei Ehepartnern) überschreitenden Betrag aussergewöhnliche Vorteile (u.a. die von littleArrow genannten). Zusätzlich noch der grandiose Vorteil bei dem "Wohn-Riester" mit erhöhten Darlehensoptionen (bzw. reduzierten Darlehenskonditionen!!!!).

M.E. soviel als möglich in eine ordentliche Riesteranlage!!

Grüssle U.

Wenn ein Riestervertrag überspart wird, ist er kein Riestervertrag mehr. Das Gesetz sieht nur eine Förderung bis maximal 2.100 € vor. Der abgeltungssteuerfreie Vorsorgeplan der DWS z.B. nutzt hier nur eine Gesetzeslücke aus. Er ist quasi ein Fondssparplan der später wie eine Fondspolice besteuert wird. Das ist aber nicht Riester.

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@Niklaus

Lieber Niklaus..;-) das ist ja dann der VERMÖGENSSPARPLAN P. (mit m.W. identischer Besteuerung???/ Ich lasse mich gerne von Dir eines Besseren belehren...). Grüssle U.

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