Kann man auch nach einem Monat noch Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen?

2 Antworten

Man kann 1 Monat nach Bekanntgabe Einspruch einlegen. (Paragraph 355 AO)

Ein Steuerbescheid ist 3 Tage nach Aufgabe zur Post bekannt gegeben oder er ist noch später eingegangen. (Paragraph 18 AO)

Ab dann gilt die Einspruchsfrist von 1 Monat

Beispiel: Am 23.01 zur Post abgeben, am 26.01 Bekanntgabe und am 26.02 Fristende (auser die Frist fällt auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, dann verschiebt sie sich auf den nächstfolgenden Werktag)

Ganz WICHTIG, du hast einen Anspruch auf dein Kindergeld, für die letzten 4 jahre, egal ob die Einspruchsfrist abgelaufen ist!!!!

Im Sozialrecht gibt es die Besonderheit, dass bei falscher Rechts- oder Tatsachenanwendung und bei Bestandskraft des Bescheides (Widerspruchsfrist ist abgelaufen), der falsche Bescheid rückwirkend zugunsten der Betroffenen korrigiert werden muss. Zu Unrecht nicht erbrachte Leistungen sind dann bis zu vier Jahre rückwirkend nachzuzahlen (§ 44 Abs. 1 und Abs. 4 SGB X). Die Rücknahme eines falschen Bescheides (und damit die Nachzahlung) können Betroffene mit einem Überprüfungsantrag einleiten.

http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/10/index.php?norm_ID=1004400

bitte alles durchlesen vorallem das § 44 sozialgesetzbuch.

Nach dem Einkommensteuerbescheid hat man 1 Monat (nach Erhalt des Bescheides) Zeit, Einspruch gegen den Steuerbescheid einzulegen. Ich denke aber, daß Du nach dieser Zeit einen Überprüfungsantrag stellen kannst.

Einspruch einlegen kannst Du, der wird allerdings als verfristet zurückgewiesen, oder als Änderungsantrag gewertet, wenn es eine anderweitige Änderungsmöglichkeit gibt. (Dazu siehe FREDL).

Wozu gibt es denn Fristen? Um sie einzuhalten, denke ich.

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