Kann man Aktien auch in das Depot der Frau umbuchen lassen?

1 Antwort

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VORSICHT !!

Das funktioniert NICHT ! Gandalf hat zwar schon richtig geschrieben:

Jedes Einkommen und jede Übertragung von Vermögen zwischen Personen ist prinzipiell steuerlich relevant.

Aber er hat nicht die richtige Konsequenz gesehen! Das Problem liegt nicht an einer evtl. Schenkungssteuer (da gibt es - wie gesagt - hohe Freibeträge).

Das Problem ist, dass JEDER Transfer in ein anderes Aktien-Depot, welche nicht auf exakt den/die selben Namen lautet, wie das des Ursprungdepots, von der Bank steuerlich wie ein VERKAUF behandelt wird! Und das gilt auch und ausdrücklich für Transfers von einem Gemeinschaftskonto in ein Einzelkonto. Also: Finger weg von dieser Idee!

Andererseits ist die in der Ursprungsfrage beschriebene Methode gar nicht sooo aufwändig. Ich habe es 2012 erfolgreich durchgeführt und damit eine 5stellige Summe "gerettet". Sobald der Bescheid vorliegt, werde ich in meinem Blog näheres dazu berichten. Letztich kommt es aber nur darauf an, wieviel Aufwand Dir Dein individueller Altverlust wert ist. Und je nach dem, wie Du das Ganze anstellst, können ja auch noch Kosten und ggfs. Verluste dazu kommen.

Interessant wäre ja auch die Frage, ob Du überhaupt genug Gewinne hast, um die Altverluste auszugleichen? Ich habe meine Gewinne erst "erzeugen" müssen, aber dafür habe ich das Thema nun (hoffentlich) auch schon in 2012 erledigt. Wenn nicht, bleibt für Feinarbeiten noch dieses Jahr.

Gruß, Peter Ranning

Ok, danke. Dann lege ich doch lieber ein eigenes Depot an.

Wie gesagt ich habe Verluste auf dem Depot der Ursprungsbank und einen Verlustvortrag beim Finanzamt. Mit dem Umbuchen in ein neues Depot möchte ich das meine Verluste bei der Ursprungsbank unangetastet bleiben, wenn ich Aktien heuer noch mit Gewinn verkaufen kann. Weil der Verlusttopf bei der Ursprungbank verfällt ja nicht. Die möglichen Gewinne in dem neuen Depot sollen mit den Verlustvortrag beim Finanzamt verrechnet werden.

Der Verlustvortrag beträgt über 10000 Euro. Da wäre es schon gut, wenn ich davon wenigstens noch ein paar tausend Euro durch Gewinne im neuen Depot "tilgen" könnte. Von daher muß ich doch die "Altverluste gar nicht komplett ausgleichen"? Selbst bei einem kleinen Gewinn im neuen Depot, könnte ich damit doch schon den "Finanzamt-Verlustvortrag" ausnutzen? Oder wie meinst Du das? Ich habe aktuell zwei Positionen mit Buchgewinn im Depot (50% und 20%)

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@solicitation1

Natürlich musst Du die Verluste nicht komplett ausgleichen und natürlich kannst Du auch mit einem kleinen Gewinn nur ein paar tausend Euro tilgen. Aber der Rest der Altverluste verfällt dann. Und das wäre doch ärgerlich !

Wenn Du die Altverluste daher nicht komplett ausgleichen kannst (oder Deine Gewinnpositionen lieber nicht verkaufen möchtest), kannst Du über den Kauf/ Transfer/ Verkauf von (Aktien-)Anleihen künstliche Kursgewinne und gleichzeitig neue Verluste für die Zukunft erzeugen. Letztlich eine Umwandlung von Alt- in Neuverluste. Etwas mehr dazu kannst Du auch auch hier: http://der-privatier.com/altverluste-verfallen nachlesen.

Ich habe mit dieser Methode jedenfalls ALLE Altverluste umgewandelt und kann mich in diesem Jahr einer weitgehenden Steuerfreiheit meiner Kapitalerträge erfreuen! Allerdings bedeutet dies doch ein wenig mehr Aufwand, als nur das Einrichten eines weiteren Depots. Dazu muss man zuerst einmal das Prinzip verstehen, dann die richtigen Papiere auswählen und dann eben auch den Entschluss fassen, dies auch tatsächlich so auszuführen und es dann zu machen.

Viel Erfolg, wünscht

Peter Ranning

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@PeterRanning

Nur der Vollständigkeit halber und zur Sicherheit:

Anleger mit Altverlusten haben häufig auch noch "Altgewinne", also vor 2009 gekaufte Wertpapiere, die einen Buchgewinn aufweisen. Bitte nicht den Fehler begehen und diese Papiere zur Neutralisation der Altverluste verkaufen!

Diese Altgewinne sind ohnehin steuerfrei. Das ist zwar schön, hilft aber nicht bei der Rettung der Altverluste. Ist vielleicht ohnehin klar - aber sicher ist sicher...

Gruß, Peter Ranning

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