Kann ich vor gericht als Kläger auch mich äußern oder nur mein Anwalt?

2 Antworten

Grundsätzlich ist es so, das alles mündlich vorgetragen werden muss. Auch wenn Dinge bereits in den Akten stehen. Wenn der Anwalt keine Ausführungen machen will, sollte man überlegen, den Anwalt zu wechseln. Viele Anwälte meinen, sie müsten gar nix ausführen in der Verhandlung, weil sie ihr Geld ja auch so bekommen. Wenn dann auf Zusammenhänge nicht hingewiesen wird, die das Gericht nicht ohne weiteres erkennen kann, läuft die Verhandlung dann ungünstig. Will heissen, das Gericht muss Zusammenhänge nicht erkennen können, man muss es darauf hinweisen. Gerade wenn viele Unterlagen eingereicht werden, liest der Richter die in der Regel nicht durch, sondern er setzt sich in die Verhandlung und lässt sich alles schildern.

Was für ein Prozeß ist das denn?

In Zivilverfahren wird ohnehin alles schriftlich vorgetragen. Da braucht man keine Volksreden halten.

Was möchtest Du wissen?