Kann ich statt geringer Lohnerhöhung Tablet Computer anbieten zur privaten Nutzung?

2 Antworten

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Du musst einige Regeln beachten.

Die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 45 EStG greift nicht. Steuerfrei sind danach nämlich die Vorteile des Arbeitnehmers aus der privaten Nutzung von betrieblichen Datenverarbeitungsgeräte...., die der Arbeitgeber** auch in seinem Betrieb** einsetzt,

Und gerade das soll es ja nicht sein.

Also sind wir hier voll im Arbeitslohn. Arbeitslohn sind alle Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und dem Arbeitnehmer zufließen. Also auch die Überlassung von den Rechenknechten.

Wie dabei die Tablets zu bewerten sind, steht in § 8 (3) EStG, nämlich mit 96% des normalen Preises. Bis 1.080 Euro im Jahr sind diese Dinge dann steuerfrei.

Also im Ganzen recht interessant.

Auf die Möglichkeit einer mit 25% pauschalierten Steuer, die der Arbeitgeber trägt, nach § 40 (2) Nr. 5 EStG sei der Vollständigkeit halber noch hingewiesen.

die Leute dürfen es dienstlich und privat nutzen

Meinst Du nicht, daß damit die Anforderung der Nutzung auch im Betrieb gegeben ist? Die Mitarbeiter müssen vielleicht mit dem Tablet ja dringend ihre dienstlichen E-Mails von zuhause lesen oder irgendwelche Daten im Betrieb mobil abfragen... von der Nutzung in Meetings als Präsentationsinstrument mal ganz abgesehen :-)

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top beantwortet, Danke Dir

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@EB:nö, 1.080,00 ist der Rabattfreibetrag und der gälte nur, wenn Eigenerchef mit Tablets Handel betreibt oder sie gar herstellt. Davon las ich nichts.

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@FREDL2

die vom Arbeitgeber nicht überwiegend für den Bedarf seiner Arbeitnehmer hergestellt, vertrieben oder erbracht werden

...interpretiere ich nicht in der von die angegebenen Weise. Aber seis drum, du bist hier der Lohnprofi. Nicht. Also: Hut ab.

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@EnnoBecker

@EB:nicht überwiegend für den Bedarf seiner Arbeitnehmer heisst im Umkehrschluss für andere muss er herstellen, vertreiben oder erbringen, im Normalfall für die Kunden. Dann kann er den eigenen Leuten diese Waren bis 1.080,00 steuerfrei überlassen plus abzügl. noch ein paar Prozenten.

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@FREDL2

Eben. Er darf also Tablets herstellen oder mit ihnen handeln oder irgend etwas anderes. Hauptsache für seine Kunden.

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§3 Nr. 45 EStG: "Steuerfrei sind [...] die Vorteile des Arbeitnehmers aus der privaten Nutzung von betrieblichen Datenverarbeitungsgeräten und Telekommunikationsgeräten sowie deren Zubehör, aus zur privaten Nutzung überlassenen System- und Anwendungsprogrammen, die der Arbeitgeber auch in seinem Betrieb einsetzt, und aus den im Zusammenhang mit diesen Zuwendungen erbrachten Dienstleistungen;"

Also: kein geldwerter Vorteil.

PS: Lies doch mal den §3 genauer, denn dort verbergen sich noch weitere Hinweise, was man steuerfrei den Mitarbeitern Gutes tun kann :-)

Leider nein.

Vergleiche mal den Sachverhalt mit der Nummer 45 und richte dein Augenmerk besonders auf das Wort "betriebliche" und die Wortverbindung "die der Arbeitgeber auch in seinem Betrieb einsetzt".

Gemeint ist mit dieser Vorschrift das Telefonat nach Hause oder das Stöbern im Internet. Aber nicht geschenkte Computer.

Tut mir leid, hier hast du dich verirrt.

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@EnnoBecker

Von einem "geschenkten Computer" kann ich in der Frage nichts lesen. Wäre das so, hätte ich Dir natürlich vollständig beigepflichtet.

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@EnnoBecker

gute Gegen-Frage! Also direkt schenken möcht ich dann auch wieder nicht-wobei man die Dinger nach 2-3 Jahren dann ja eh nicht mehr als kostbar einschätzen kann. Ich denke schon hauptsächlich nur an die Nutzung-kostenlose Überlassung auch im privaten Bereich.

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@Eigenerchef

@Eigenerchef: schenken darfst Du auch nicht. Die Geräte müssen im Eigentum des AG bleiben, dann ist die private Mitnutzung steuerfrei. Ob die Dinger sich dann in der Firma oder beim AN zu Hause befinden, ist unerheblich.

Falls Du Deine Meinung änderst und Du Deinen Leuten die Tablets doch schenken möchtest, kann man die Versteuerung als Pauschalierung (§ 40/2 Satz Nr. 5 EtG) mit 25% durchführen.

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@FREDL2

Ist hier nicht vorrangig § 37b (2) iVm (1) anzuwenden?

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@EnnoBecker

@EB: 37b nur dann, wenn die Tablets z. B. als Weihnachtsgeschenk extra zum Verschenken angeschafft wurden und dann egal, ob für eigene AN, für Kunden oder für AN von Kunden. Verschenken will der Frager jedoch nicht. Hier haben wir "Überlassen von dienstl. Kommunikations- u. E-Geräten". Dass die nie dienstlich waren, kann dem AG keiner nachweisen. In nahezu jeder Pupsfirma hat zur Zeit jeder ein "dienstl." IPhone.

Würde er doch verschenken wollen, könnte er wählen zwischen der Pauschalierung für Computerzeugs mit 25% (nur für eigene AN) und 37b mit 30%.

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