Kann ich nachträglich Studienkosten meiner Frau von Sonderausgaben auf Werbungskosten verändern?

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2 Antworten

Ja, die Einspruchsfrist läuft vermutlich erst am 11.02.2011 ab, also kannst Du noch Einspruch einlegen.

Kosten für ein Erststudium sind nicht abzugsfähig, solange die Kosten nicht in Zusammenhang mit einem Dienstverhältnis anfallen. Das ist Mal der Grundsatz aus §12 EStG.

Der BFH hat entscheiden, das Studienkosten Werbungskosten sein können. Werbungskosten müssen jedoch durch den Beruf veranlasst sein. Wenn das Studium also nur eine Weiterbildung im ausgeübten Beruf darstellt, dann lohnt sich der Einspruch. Wenn das Studium aber gar nix mit dem ausgeübten Beruf zu tun hat und auch nicht nachgewiesen werden kann, dass sie beabsichtigt den Beruf nach dem Studium zu wechseln, dann wird es nix.

Der Steuerbescheid ist noch nicht rechtskräftig.

Nach Zugang hast du genau einen Monat Zeit Einspruch einzulegen, damit verhinderst du, dass er bestandskräftig wird.

Den Einspruch solltest du schriftlich formulieren, unter Abgabe aller Daten wie Steuernummer etc.

Die Begründung dazu kann auch später erfolgen. Sie kann sich auf das o.g. Urteil beziehn.

Das sollte man wissen: Urteile des BFH können vom Finanzamt mißachtet werden, dazu gibt es Nichtbeachtungserlasse der Finanzbehörden. Über das Einspruchverfahren und evtl. Klage vor dem Finanzgericht kann man das angreifen. Allerding brauchst du irgendwann schon einen Steuerberater oder einen Fachanwalt der dich vor gericht vertritt.

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