Kann ich mir die Werbungskosten (Zweitstudium) von meinem Mann anrechnen lassen?

2 Antworten

Ich tippe mal, dass eine getrennte Veranlagung schlauer wäre. Dann generiert der Gatte einen Verlustvortrag und der kann besser genutzt werden in einem Jahr, in dem beide Einkünfte erzielen.

So viel Steuern würdest Du für 2019 ja nicht sparen, und die 27.000 wären vermutlich verbraucht.

Tausend Dank!! Uns wenn mein Mann dieses Jahr Einkommen in Höhe von 32000 hat? Er hätte auch noch Werbungskosten von Fahrten 3000, Umzug 1600. Kann er sich auch nur eine Rechnung von 7000 jetzt absetzen und in einem anderen Jahr die 27000?

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@Feliceci

Die in 2018 bezahlte Rechnung gehört in die Steuererklärung für 2018, aber vielleicht ergab sich da ja auch schon ein vortragbarer Verlust?

Die in 2019 gezahlten 27.000 lassen sich nur über Einzelveranlagung mit Verlustvortrag nach 2020 übertragen.

Falls noch nicht klar ist, wie das Einkommen sich in 2020 entwickelt, kann man die Steuererklärung evtl. auch noch rausschieben.

Falls Ihr das Ganze nicht selbst durchrechnen könnt oder wollt, könntet Ihr vielleicht auch die Hilfe eines Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nehmen. Es geht ja um ein paar Tausend Euro, da würde ich die Gebühren in Kauf nehmen.

Also, falls wfwbinder es nicht mal eben überschlägt.

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Das ist eine Rechenaufgabe.

Seine 27.000,- Kosten (wenn alle abzugsfähig sein sollten), führen zu so einem Verlust.

Dieser wäre mit Deinen 32.000,- auszugleichen und damit Steuer 0,- Euro.

Der Tipp von @Andri123 würde greifen, wenn sicher ist, dass die Einkünfte von Euch beiden in 2020 erheblich über 27.000,- sein werden (bei 24.000,- Brutto gemeinsam zahlt ihr sowieso keine Steuer, die gemeinsamen Einkünfte müssten als über 51.000,- brutto sein.

Dazu kommt noch etwas, was ich nicht ganz verstehe. den MBA in nur 1 Jahr gemacht? Da müsste also ein anderes Studium davor gelegen haben, aber 2 komplette Semester in einem Jahr geht eigentlich trotzdem nicht.

Außerdem 27.000,- Euro Koste, somit über 2.000,- im Monat erscheint ziemlich hoch. Wenn es eine ausländische Privatuni war, werden die Kosten ziemlich genau unter die Lupe genommen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Tausend Dank!!!

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Entschuldige habe aus Versehen nicht hilfreich gedrückt

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Und wäre es möglich, dass wir uns dieses Jahr nur 7000 absetzen?Und nächstes Jahr 27000?Eine Rechnung ist von 7000 und die andere 27000.

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@Feliceci

Entscheidend ist zu welchem Zeitpunkt gezahlt wurde. § 11 EStG Zufluss-Abflussprinzip. Wann die Rechnung ausgestellt wurde ist irrelevant.

Jetzt kommt auch noch der Kommentar zur Antwort von @Andri123 dazu. Wann sind denn nun welche Kosten wirklich angefallen? Die Studienkosten wurden wann gezahlt? die Umzugskosten sind wann angefallen? Die Fahrtkosten sind wann angefallen?

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@wfwbinder

Umzugskosten, Fahrtkosten, und Zahlung 27000 Jahr 2019. Die 7000 in 2018.

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@Feliceci

Wie wurden denn die 7.000,- in 2018 behandelt? Ich hatte es so verstanden, dass die 7.000,- ein Teil der 27.000,- Wären.

Also Studienkosten 34.000,- (7.000,- + 27.000,-) 3.000,- Fahrten + 1.600,- Umzug.

Erwartete Einkünfte Ehemann 32.000,- in 2020 und Du auch 32.000,-

Unterdiesen Umständen wäre tatsächlich der Verlustvortrag von 27.000,- + 3.000,- + 1.600,- = 31.600,- durch Einzelveranlagung in 2019 festzustellen und auf 2020 vorzutragen.

Aber Vorsicht gem. § 10 d EStG (Verlustabzug) ist ein entstandener Verlust vorrangig auf den davor liegenden Veranlagungszeitraum zurück zu tragen.

Wie waren Eure Einkünfte in 2018?

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@Feliceci

Das Problem ist, dass ich 2019 auch Progressionseinkünfte hatte. 13000 deshalb interessiert mich eine zusammen Veranlagung. Sonst müsste ich 2000 zurückzahlen

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@Feliceci

Weil nur über die Einzelveranlagung die Verluste rück- udn Vortragfähig werden.

Wird die Zusammenveranlagung gewählt, werden seine 31.600,- Verlust gleich mit Deinen 32.000,- ausgeglichen.

Wenn ihr in 2018 keine Einnahmen hattet, kann Dein Mann auch für 2018 eine Erklärung abgeben. hat einen Verlust von 7.000,-.

Dann alles in 2020 abziehen.

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@Feliceci

Schon wieder ein Punkt, der nicht im Sachverhalt stand.

Entschuldige, aber wenn ein Mandant so vor mir säße und jeweils einen neuen Aspekt bringen würde, wenn ich nach den bisherigen Punkte eine Sache durchdacht hätte, würde ich ihn rauswerfen, eventuell sogar bevor er seinen Kaffee ausgetrunken hat, denn das ist blanker Zeitraub.

Ich rechne das Ding jetzt nicht noch einmal durch, entschuldige, aber das ist mir zu blöd. Ein Mensch mit gehobener Bildung sollte in der Lage sein einen Sachverhalt komplett zu schreiben und nicht in 3-4 Abteilungen nachzuliefern.

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@wfwbinder

Hallo wfwbinder,

bitte bitte entschuldige. Ich bin war gerade noch im Büro und kann erst jetzt richtig antworten.

Hier nochmal die Zusammenfassung:

Ehemann:

-Einnahmen 32000

-Werbungskosten: Fahrtkosten (Arbeit): 3200, 7000 (Zahlung für sein Zweitstudium in 2018), 27000 (Zahlung für sein Zweitstudium 2019), Umzugskostenpauschale: 1600

Ehefrau:

-Einnahmen: 27500

-Progressionseinkünfte: 13000

-keine Werbungskosten

2018 hatten wir beide kein Einkommen. Und in 2020 erhalten wir beide 7 Monate lang Elterngeld.

Deshalb meine Frage. Macht es Sinn für 2019 die Steuererklärung zusammen abzugeben? Mein Mann war in der Steuerklasse 5 und hat sehr viele Steuern gezahlt (ich war in der 3). Wir möchten uns gerne die 9000 Euro Einkommenssteuer von meinem Mann zurückholen.

können wir den Rest noch nach 2020 mitnehmen? (Ich werde 2020 7 Monate arbeiten) Müssten wir dann für 2018 und 2019 einen Verlustvortrag machen? Oder nur für 2018? Was passiert mit den Werbungskosten die noch nicht abgesetzt wurden?

Bitte entschuldige nochmal!!!

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@Feliceci

Entschuldige nun Du bitte, aber das ist doch neue Verwirrung:

im Sachverhalt:

Mein Mann hat letztes Jahr ein MBA gemacht und hat keine eigenen Einkünfte erzielt aber hohe Ausgaben (27000) gehabt.

Jetzt:

Ehemann -Einnahmen 32000

im Sachverhalt:

Ich habe dieses Jahr ein Einkommen von 32000 Euro gehabt.

jetzt:

Ehefrau: -Einnahmen: 27500

Dann die Frage:

-Progressionseinkünfte: 13000

Welcher Art sind diese Einkünfte? Arbeitslosengeld? ausländische Einkünfte?

Umzugskostenpauschale: 1600

Umzugskosten von wo nach wo, aus welchem Grund?

Mein Mann war in der Steuerklasse 5 und hat sehr viele Steuern gezahlt (ich war in der 3). Wir möchten uns gerne die 9000 Euro Einkommenssteuer von meinem Mann zurückholen.

Das deutet wirklich auf 32.000,- Einkünfte, aber wie hat er dann ein Studium mit Kosten von 27.000,- Euro nebenher geschafft?

Irgendwie wird der ganze Sachverhalt immer mysteriöser und unverständlicher.

Wenn Ihr wirklich in 2019 zusammen nahezu 60.000,- Einkünfte hattet, dann braucht man doch nicht nachzudenken, da macht man die Zusammenveranlagung zieht die Kosten von über 30.000,- ab und bekommt einen Haufen Geld zurück.

Für 2018 die Erklärung zur Feststellung es verbleibenden Verlustvortrags und die werden auch noch in 2019 abgezogen, aber das passt überhaupt nicht zum ersten Sachverhalt.

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