Kann ich mich gegen Grundsicherung entscheiden?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine Voraussetzung für Wohngeld ist, dass Du 80% des Regelsatzes aus eigenem Einkommen aufbringst. Also RS 416,-€ plus Warmmiete 365,-€ (bzw. 335,-€), wären 781,-€ (bzw. 751,-€) der Regelbedarf, davon 80% müßtest Du an Rente beziehen, also 624,80 bzw. 600,80€.

Ein Nachteil bei Wohngeld ist die fehlende GEZ-Befreiung, und auch bei der Medikamentenzuzahlung entfallen die Vergünstigungen für Sozialhilfeempfänger.

Und übrigens hast Du meine Antwort leider nicht richtig verstanden. Wärest Du meine Klientin, so würde ich mit dem aufgezeigten Weg sicher eine Genehmigung des Umzuges erwirken.

Und Du kannst auch ohne Genehmigung umziehen. Es werden dann nur die angemessenen Heizkosten übernommen (und die liegen real doch wahrscheinlich gar nicht über dem Satz) und es werden keine Nebenkostennachzahlungen übernommen.

Hallo Andri !

Ja das mit der GEZ stimmt, Meine Medikamente zahle ich seit eh und je selber und habe noch nie etwas vom Amt zu meinen zahlreichen Medis dazu bekommen. Und was für Vergünstigungen? Ich hab noch nie irgend was günstiger oder für lau bekommen.

*zwinker* Und wäre ich deine Mandantin, bräuchte ich wahrscheinlich keine Zuschüsse, von wo auch immer. *lächel*

Super war das Rechenbeispiel - extra lieben Dank dafür!

Meine EU.Rente hat einen Zahlbetrag von 665,52 € monatlich.

Aber in deiner Rechnung ist glaube ich ein Fehler - da beim Wohngeldamt nur die Nettomiete + kalte Nebenkosten herangezogen werden. Oder habe ich was falsch verstanden?

Das Beste an dem Ganzen wäre für mich, dass ich mich beim Wohngeldamt nicht mehr wie "Frau Asozioal 500" fühlen muß und es keine jährliche Vernehmung mit anschließenden MRT gibt. Und ich nicht jedes Mal wieder bangen muß, dass der Neue Sachbearbeiter meint, er muß sich beim Vorgesetzten und den Kollegen mit besonderer Aroganz, Menschenverachtung und Ekel, gegen ( gelächter ) Kunden hervortun. ( mußte ich mal los werden ) sorry für alle die echt nett sind, denn diese Sachbearbeiter gibt es auch, nur eben zu selten.

Nochmal Danke für die Antwort

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@bierernste

Bei meiner Rechnung ging es um das Mindesteinkommen, und das hast Du dann ja.

Und bei den Zuzahlungen geht es um die Krankenkasse. Als chronisch Kranke Sozialhilfeempfängerin liegt Deine Belastungsgrenze bei knapp 50,-€ pro Jahr. Als Wohngeldempfängerin 1% des Bruttoeinkommens, das dürfte mehr sein.

Und das Schreiben des Sachbearbeiters war völlig in Ordnung.

Ich lasse mir manchmal vorab formlos den Wohngeldanspruch (ohne Formular oder Unterlagen) ausrechnen, bei uns hier geht das. Also ich teile die Daten mit (Bruttorente, Schwerbehinderung, Mietdaten etc.)

Die Rechner taugen nichts. Und ich tippe eher, dass Du mit Grusi besser fahren würdest. Rechne es durch und vor allem, ärgere Dich nicht über Sachen, die gar nicht vorhanden sind.

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@Andri123

Hej nochmal,

ähm, was soll das jetzt heißen?

50.-€ - 1%? Zuzahlung für Medis bin ich auf Grund von zu wenig Einkommen befreit, hier zahle ich am Anfang des Jahres einen Betrag von ~ 52€ und dann keine weiteren Zizahlungen und die Medikament, die vo der Kasse nicht übernommen werden, werden bestimmt nicht vom Amt getragen. Da bekomme ich ja nicht mal mehr Mehrbedarf.

Und was meinst Du damit?

Zitat: Rechne es durch und vor allem, ärgere Dich nicht über Sachen, die gar nicht vorhanden sind.

... wie Wohnungen in genügender Menge für kleine Einkommen?

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Hallo,

ja sicher, wenn du mit nur Wohngeld finanziell über die Monate kommst, klar ! Niemand wird gezwungen Sozialleistungen zu beantragen.

Kleine Hilfen:

https://www.google.com/amp/s/amp.focus.de/immobilien/mieten/leben-in-der-stadt-immer-teurer-lassen-sie-das-amt-die-miete-zahlen-so-beantragen-sie-wohngeld_id_6398055.html

und:

https://www.wohngeld.org/wohngeldrechner.html

Hallo Gaenseliesel,

danke für Antwort und Links.

Ichhabe auf dem Wohngeldorg. mal durchgerechnet und siehe da, ich hätte 3€ weniger lt. Rechner als Grundsicherung. Kann das seinß Sind die Rechner in dem Fall zuverlässig?

Beste Grüße, die bierernste

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@bierernste

naja, selbst bei vermeintlich korrekter Eingabe aller Daten, ein Wohngeldrechner aus dem Internet kann nicht die Berechnung einer Wohngeldbehörde ersetzen, er gibt aber annähernd Auskunft, ob der Antrag auf Wohngeld erfolgreich sein könnte.

Wie heißt es doch ? " Versuch macht klu(ch)g " ! ;-)

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