Kann ich im Testament einen Vormund für meine Kinder festlegen?

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Ihr könnte als Eltern im Testament bestimmen, wer Vormund und an eurer Stelle Sorgeberechtigter der minderjährigen Kinder werden soll. Dies sollte aber mit dem Vormund in spe angesprochen werden, da eine solche Bestimmung gesetzlich nicht verpflichtend ist.

Ja eine solche Regelung ist im Testament möglich. Wenn ihr aber mit dem Bedachten nicht redet, dann solltet ihr zumindest einen Ersatzvormund bestimmen. Das Kindeswohl ist jedenfalls immer vorrangig. Das Jungendamt wird darüber wachen und freilich auch die bisherigen Bindungen der Kinder zu den Bedachten berücksichtigen.

Erbe - Pflege - Haus - was ist hier die beste Lösung?

Meine Mutter besitzt ein Haus und wohnt derzeit alleine darin, Baujahr 71, Verkehrswert ca. 150 000 €. Sie lebt von einer kleinen Rente und wird langsam pflegebedürftig. In ihrem aktuellen Testament bestimmte sie alle ihre 5 Kinder (4 Söhne, 1 Tochter) zu gleichberechtigten Erben. Sie möchte gerne im Haus wohnen bleiben, sie sperrt sich auch gegen einen Ausbau und eine Vermietung der oberen Etage (mag keine Fremden im Haus!) und möchte andererseits, dass das Haus in Familienbesitz bleibt. Aber keiner meiner Brüder und auch ich selber nicht möchten das Haus nutzen. Wir wohnen auch alle etwas weiter weg. Da mein Mann und ich ihr bisher immer geholfen haben (Putzen, Gartenarbeit, Reparaturen) hat sie mir angeboten, dass Haus an mich zu vererben, wenn ich und mein Mann uns um die Sanierung des Hauses und die Finanzierung der Pflege (ambulanter Pflegedienst) kümmern, aber zum einen übersteigt das ohne Vermietung unsere finanziellen Möglichkeiten und selbst wenn es mir gelänge, sie zur Vermietung überreden, ist mir das zu unsicher - so ein Testament kann ja jederzeit geändert werden (wäre nicht das erste Mal) und was ist mit meinem Mann, wenn mir etwas zustößt? Er ginge dann ja völlig leer aus. Und ich wüßte auch nicht, wie ich meine Brüder auszahlen sollte.

Gibt es eine empfehlenswerte Variante, wie man das Ganze rechtlich "wasserdicht" regeln kann?

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Erbrecht bei leiblichen und Stiefkindern mit Berliner Testament

Der Vater bringt drei Kinder mit in die Ehe, aus der noch zwei gemeinsame Kinder hervorgehen. Vater ist vor 30 Jahren verstorben. Beide hatten ein Berliner Testament erlassen. Kürzlich starb die Frau und hat ein Testament zugunsten "aller Kinder und Enkel" in gleicher Höhe hinterlassen. In diesem Testament wurden Stiefkinder nicht erwähnt. Es ist davon auszugehen, dass dem Amtsgericht der Sachverhalt der Stifkindsschaft nicht ersichtlich ist. Die älteste Tochter des Vaters ist inzwischen verstorben und hatte, wie die anderen vier Kinder/Stiefkinder zwei Kinder. Im Entwurf zum gemeinschaftlichen Erbschein werden die vier Kinder/Stiefkinder zu je 1/5-Anteil und die Kinder der verstorbenen ältesten Tochter des Vaters zu je 1/10-Anteil genannt. Alle anderen Enkel wurden nicht berücksichtigt.

Fragen:

1) Steht in diesem Fall den beiden Stiefkindern der Frau dieses Erbe zu? Gibt es evtl. einen Pflichtanteil? Oder gehen diese leer aus?

2) Steht den Kindern der verstorbenen Stieftochter ein Erbe zu? Warum wurden vermutlich nur diese im Entwurf zum gemeinschaftlichen Erbschein erwähnt und bedacht?

Vielen Dank für aussagekräftige Antworten!

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Mein Partner und ich , beide geschieden, wollen demnächst heiraten. Er hat 2 Töchter aus 1. Ehe und ich eine Tochter aus 1. Ehe. Wir wollen jeder sein eigenes Konto und ein gemeinsames Konto führen. Im Erbfall wollen wir festlegen, dass jeweils die Kinder das erben, was der Erstversterbende auf seinem eigenen Namens- Konto/Depot hat und was auf dem Gemeinschaftskonto/Depot ist nur der überlebende Ehegatte. Stirbt mein Partner zuerst, erben seine beiden Töchter sein Namensgeführtes Konto/ Depot und ich nur das Gemeinschaftliche Konto/Depot und umgekehrt. Beim Letztversterbenden erben alle 3 Kinder das Gemeinschafts-Konto/Depot zu gleichen Teilen. ( indirektes Berliner Testament??) So kann man flexibel bleiben und über das gemeinschaftliche Konto/Depot neue Lebenssituationen händeln, damit man in vielleicht 10 Jahren nicht wieder ein neues Testament machen müsste. Geht das ohne Notar?

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