Kann ich gezwungen werden ALG 2 Antrag für meinen Sohn auszufüllen?

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5 Antworten

Unter 25jährige bekommen vom Jobcenter normalerweise kein Hartz IV und auch keine Kosten für die Wohnung, da sie Zuhause wohnen müssen. Sind die Eltern aber in Hartz IV, wäre der Sohn (der Daheim wohnt) dann natürlich mit dabei (mitgehangen, mitgefangen). Nur im Ausnahmefall (z. B. total zerrüttete Familienverhältnisse, Gewalt in der Familie etc), kann ein unter 25jähriger selber Leistungen vom Jobcenter bekommen, die prüfen das aber genau. Sollte er noch keine 1. Ausbildung haben, dann müßtet Ihr Unterhalt zahlen, wenn er eine Ausbildung macht (schulisch oder beruflich). Ein Zwang für die Eltern, den Hartz-IV-Antrag des KIndes auszufüllen besteht meiner Meinung nach nicht. Er kann natürlihc selber einen stellen, das Jobcenter muß dann entscheiden. Wegen der Ummeldung, wenn er sich tatsächlich nicht mehr bei Euch aufhält, solltest Ihr das der Meldebhehörde weitergeben, die fordern ihn dann zur Ummeldung auf.

Zwingen auf welcher gesetzlichen Grundlage ???

Er kann gegen dich eine Klage einreichen - dazu braucht er bei seiner finanziellen Lage wohl Prozesskostenhilfe. Ob er die genehmigt bekommt ???

Also, wo liegt eigentlich das Problem ?

Als Eltern müsstet ihr bis zum Ende der ersten Ausbildung für euren Sohn aufkommen, das könnte er in der Tat durch ein Urteil "erzwingen".

Also, ich kenne die Verhältnisse nicht - wenn er noch in Ausbildung, Schule oder Uni, Lehre etc. ist, dann sollte schon ein Entgegenkommen von euch möglich sein. Wer streitet sich mit dem Nachwuchs schon vor Gericht herum ???

Könnt ihr nicht zur Gemeinde gehen und das Kind abmelden bzw. die neue Adresse des Kindes dort hinterlegen ?

Ich kenne Gemeindeverwaltungen, die die Abmeldung von dem weggezogenen Nachwuchs von Amtswegen umsetzen.

Unsinn, der Junge ist erwachsen und wenn er nicht mehr zu Hause wohnt, für sich selbst verantwortlich.

Also rechtlich bleiben da einige Fragen offen - moralisch nicht.

Rechtlich muss wohl hinterfragt werden, wie es kommt, dass er mit 20 H4 beziehen will, aber dennoch in eigenem Heim wohnt.

Und mit 20 sollte man wohl des Schreibens so weit mächtig sein, dass man ein Formular ausfüllen kann - auch wenn so mancher Fragesteller hier im Forum das Gegenteil beweisen will. Ich erinnere da nur an die MDK-Frage.

Moralisch gesehen wäre für mich das Thema rum: In der Familie hat man sich beizustehen und nicht zu verklagen. Käme ein Kind von mir auf eine solche Idee, könnte es wohl rechtlich durchsetzen, was durchzusetzen geht.

Aber in meinen Dunstkreis würde es keinen Fuß mehr setzen.

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