Kann ich Gehalt an Hinzuverdienstgrenze angleichen ohne Stunden zu verändern?

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2 Antworten

Nun, im Arbeitsrecht besteht Vertragsfreiheit. Doch nicht alles was vereinbart wird ist von Vorteil. Denn wenn das Gehalt allein zu diesem Zweck angepasst wird, läuft Dein Chef das Risiko bei einer Betriebsprüfung den Sachverhalt des Gestaltungsmisbrauches zu erfüllen. Somit sollte jede Änderung des Stundensatztes zumindest mit dem Steuerberater abgestimmt sein. Eine Reduzierung der Stunden und damit des monatlichen Entgeltes ist natürlich zulässig.

Les Dir bitte auch mal dieses hier durch.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/30430/publicationFile/16891/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

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Fragemaus 04.09.2012, 19:33

Hallo danke erst einmal für deine schnelle Antwort. Ich komme eben erst von der Arbeit konnte also nicht eher Antworten und bin auch nicht mehr ganz fit was verstehen angeht. Kannst du mir bitte noch einmal auf die Sprünge helfen? Ich gehe bereits 30 Stunden arbeiten und wenn wir den Arbeitsvertrag jetzt so anpassen, sprich ich bleibe 30 Stunden, verdiene aber weniger, bekomme aber die Rente dazu und ein Weihnachtsgeld und Fahrgelderstattung und ich baue überstunden unter der Woche ab und muss auch laut Absprache am Wochenende weniger ran dann es ist für mich und meine Chefin gut aber es wäre nicht möglich, da sie doch bestraft werden könnte? Oder was ist sonst Gestaltungsmissbrauch? Und wenn ich jetzt sage, wir gehen auf 28 Stunden? Das Gehalt ist aber für viel weniger? Wo kann man sowas nachschlagen? Danke dir bereits für deine Antwort. Liebe Grüße Fragemaus

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alfalfa 04.09.2012, 23:40
@Fragemaus

Nun. Stunden kannst Du immer reduzieren. Das ist unkritisch. Reine Verhandlungssache mit dem Chef. Was du dazu verdienen kannst und was angerechnet wird steht in der Broschüre der Rentenversicherung. Und auch was angerechnet wird und was nicht. Wenn ihr aber Stunden und Stundenlohn anpasst und dann noch Teile Steuer und sozialversicherungsfrei ausgestaltet, so wird jeder Betriebsprüfer misstrauisch.Also: ihr könnt verabreden was wir wollt, doch fragt auch bitte den Steuerberater. Keine Sorge, das kann man alles gestalten, nur richtig ausformuliert muss es sein im Arbeitsvertrag. Darauf wollte ich hinaus.

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Natürlich geht das. Möglichkeit 1: Du verdienst einfach weniger, arbeitest aber genau so viel. 2. Du reduzierst Dein Gehalt zu Gunsten einer betrieblichen Altersversorgung. Da musst du bestimmte Grenzen einhalten 3. Ein zweimaliges Überschreiten der Hinzuverdienstgrenze bis zum doppelten ist je Kalenderjahr unschädlich. Dann kannst Du das Monatsgehalt reduzieren und stattdessen ein Urlaubs- und/oder Weihnachtsgeld auszahlen lassen.

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Fragemaus 04.09.2012, 19:35

Hallo danke erst einmal für die Antwort. Mir geht es darum. Kann ich einfach Nummer 3 Nehmen ohne das die Rentenkasse fragt, warum ich immer noch 30 Stunden arbeite, obwohl ich weniger Geld bekomme? Kann ich antworten, das es unter die Schweigepflicht fällt und eine Abmachung mit mir und meinem Arbeitgeber ist? Oder haben die das Recht, dort Einspruch einzulegen? Danke schon im voraus.

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Anna61 12.11.2012, 12:56
@Fragemaus

Woher soll die Rentenkasse wissen dass du 30h arbeitest? Das steht doch nirgends. Für die Rentenkasse ist wichtig dass du nicht über die Hinzuverdienstgrenze kommst und dass du nicht mehr als 6h am Tag arbeitest. Sonst kann sein dass es zu einer Überprüfung kommt.

Wieviel Geld du für welche Arbeit bekommst ist alleine deine und die Angelegenheit deines Chefs.

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