Kann ich eine Teilschenkung zurückfordern?

1 Antwort

Wir kennen den Inhalt der notariellen Vereinbarung natürlich nicht.

Ist die Zuwendung ausdrücklich als Schenkung bezeichnet oder als etwas anderes?

An sich war ja nicht eine zweckfreie Zuwendung geplant, sondern die Übertragung des Hälfteanteils als Vorbereitung eines gemeinsamen Bauvorhabens gewollt.

Ich würde eher den Wegfall der Geschäftsgrundlage als Möglichkeit der Rückforderung des Eigentums in Erwägung ziehen als groben Undank.

Hallo und vielen Dank für die Infos. Ja, die Übertragung der Hälfte erfolgte als Vorbereitung des gemeinsamen Bauprojektes. Gibt es ähnliche Fälle, welche schon vor Gericht Erfolg hatten?

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@corona519

Google mal Zweckschenkung. Man kommt zu vielen Nachweisen. Das Problem ist aber immer der Beweis des Zwecks der Zuwendung. Deshalb ja auch die Frage zum Inhalt des Notarvertrages. Das wäre die einfachste Nachweismöglichkeit von allen. Zweitbeste Möglichkeit wären andere urkundliche Dokumente. Ist man hingegen auf mündliche Vereinbarungen angewiesen, dann sieht es ganz deutlich schlechter aus. Gerade bei gescheiterten Beziehungen muss man damit rechnen, dass der Ex-Partner lügt wie gedruckt.

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@Privatier59

Im Notarvertrag geht es nur um den Kauf des Grundstückes. Wir erscheinen dort beide als Käufer.Der Filialleiter der Kredit gebenden Bank, welcher mit uns die Gespräche hinsichtlich der 100000 Euro führte, würde mir als Zeuge dienen, um zu bestätigen, dass das Geld für den Kauf des Grundstückes diente und die Absicht bestand, dort ein Haus zu bauen, um dann eventuell das Grundstück zu belasten, falls noch Mittel zum Bau notwendig wären.In jedem Fall kamen sämtliche sonstigen geldlichen Mittel für Notar, Grunderwerbssteuer,Vermessung, Erschließung mit Strom und Wasser, teilweise Einfriedung mit Zaun und die Errichtung eines Geräteschuppens aus meinem privaten Vermögen, was ich auch per Kontoauszügen beweisen kann.Sie flossen auf ein gemeinsames, extra für den Bau angelegtes Konto.

Im Zuge der Trennung wurde ich zudem von meinem Ex genötigt, ihm meinen hälftigen Grundstücksanteil zu übertragen, weil er dies als einen gerechten Ausgleich für seine Arbeitsleistungen ansieht. Ich hätte dann mein Haus (was mir ja schon vor unserer Beziehung gehörte) und er das Baugrundstück.Diese Nötigung habe ich schriftlich, von ihm verfasst.

Insgesamt ist es eine sehr unschöne und ungeklärte Sache, bei welcher es echt um sehr viel Geld für mich geht. Nicht nur der Kredit, sondern auch die beträchtlichen Mittel, die noch in des Grundstück investiert habe.

Ich möchte mich nochmals sehr bedanken für die tollen Hinweise.

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