Kann ich eine Instandhaltungsrücklage bei der Steuer angeben, wo ich nie selbst einbezahlt habe?

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2 Antworten

siehe BFH-Urteil vom 21.10.2005, BFH/NV 2006 S. 291:

-Sofern die Eigentumswohnung vermietet wird, sind die Beiträge zur Instandhaltungsrücklage nicht schon im Jahr der Zahlung als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung abziehbar, weil es sich hier lediglich um eine Vermögensumschichtung handelt.

-Vielmehr können die Beträge beim einzelnen Wohnungseigentümer erst dann als Werbungskosten abgesetzt werden, wenn der Verwalter sie tatsächlich für Erhaltungsmaßnahmen am gemeinschaftlichen Eigentum verausgabt.

Du erkennst also aus diesem Urteil, daß es nich maßgeblich ist, durch wen die Einzahlung zu welchem Zeitpunkt in die Rücklage erfolgte, sondern einzig und allein das Datum der Verausgabung ausschlaggebend ist.

Der übrige Teil der Hausgeldzahlungen bei vermieteten Eigentumswohnungen ist als Werbungskosten abziehbar, deshalb muß der Anteil für die Instandhaltungsrücklage herausgerechnet werden.

Die Rücklage, oder deinen Anteil kannst du niemals absetzen. Dein Anteil an den Instandhaltungsmaßnahmen eines Jahres kann sehr wohl von dir abgesetzt werden.

Bei Vermietung voll als Kosten, bei Eigennutzung halt den steuerlich maximalen Betrag.

Es ist unerheblich, wer die Rücklage zugeführt hat. Normal führt ja auch eine hohe Rücklage zu einer Erhöhung des Kaufpreises, da sie ja zu soundsoviel Promille einen baren Wert darstellt...

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