Kann ich bei einem Betrug bei einem Privatkauf klagen?

2 Antworten

Fanden die Kaufverhandlungen in Gegenwart von Zeugen statt oder sind die Angaben zu Alter und Laufleistungen schriftlich festgehalten?

Da ist das erste Problem. Allein einen objektiv zu hohen Kaufpreis gezahlt zu haben beschert einem keine vertraglichen Rechte. Wenn aber falsche Angaben in tatsächlicher Hinsicht gemacht wurden kann das Grund zur Anfechtung des Kaufvertrages wegen arglistiger Täuschung sein. Da muss aber alles nachweisbar sein!

Das zweite Problem ist die finanzielle Situation des Verkäufers. Ein Urteil ist ein wertloses Stück Papier wenn von der Gegenseite nichts zu holen ist.

Erst einmal vielen Dank für die Antwort.

Bei den Kaufverhandlungen waren mein Vater und mein Nachbar dabei. Schriftlich habe ich die Angaben nur per ebay-Kleinanzeigen-Anzeige und -Nachrichten.

Ich denke schon, dass es sich um arglistige Täuschung handelt, denn wenn man konkret 4 Jahre schreibt (da stand nicht einmal etwas von „ca.“ davor), obwohl das Fahrrad 10 Jahre alt ist, kann es kein Versehen sein. Mit der „finanzielle Situation des Verkäufers“ ist ein guter Hinweis, denn gefühlt könnte es sein, dass da wirklich nichts zu holen ist...

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Wenn du dich lächerlich machen willst, gern.

die Wertangabe in %, welche du angibst, entspricht in keinster Weise dem realen Sachwert eines Gegenstandes.

viel mehr ist dies in Anlehnung an die Abschreibung auf Sachanlagen. Der Unternehmer schreibt einen Gegenstand für gewöhnlich über X Jahre ab. Am Beispiel eines PKWs, der heute 60 TEUR kostet und über 6 Jahre abgeschrieben wird, würde ja im 7. Jahr per Definition 0€ kosten.

Bzgl dem Punkt des Sattels/Fahrradständers: du hast das Fahrrad doch in einem einwandfreien Zustand gekauft, oder nicht? Daher versteh ich zwar deinen Unmut aber das TamTam hier nicht.

Zumal du den Wert des Fahrrads nicht per Google-Angaben festmachen kannst... daher wäre auch die Frage, was das Fahrrad nun tatsächlich wert..

Wieso sollte ich mich lächerlich machen?

Zumindest verwechsele ICH nicht Wertverlust mit Abschreibung.

Ich glaube schon, dass man einen Wertverlust ganz grob mit den Prozenten berechnen kann. Das hat nichts mit Abschreibung (einem festen Wert) über X Jahre zu tun. Beim Auto sagt man auch, dass der Wertverlust im Schnitt im ersten Jahr ca. 24 % des Listenpreises sind und die weiteren Jahre eher jeweils 5 – 6 %. Bei einer solchen Prozentberechnung ist ein Gegenstand NIE 0 Euro wert.

Nun zu meinem „TamTam“: Obwohl wir Probefahrten gemacht hatten, habe ich erst zu Hause ein Klackern an Pedale/Kurbel/Tretlager auf einer Seite festgestellt. Da ich nun bei genauerem Hinsehen auch meine, dass die Ritzel, bzw. Zahnkränze sehr viel abgenutzter aussehen als nur ca. 300 km gefahren, gehe ich davon aus, dass viele Verschleißteile nun viel schneller ersetzt werden müssen, als ich mir bei einem ca. 300 km gefahrenen und 4 Jahre alten Fahrrad gedacht habe. Dass am Bremshebel (Sturz-)Schleifspuren und am Gestell Macken zu sehen waren, hat mich nicht so gestört, weil ich ja dachte, dass die „wichtigen Teile“ nicht alt und nicht viel gebraucht waren und das war für mich wichtig. Aber da bin ich halt betrogen worden...

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@NicoleHei

Versuch dein Glück beim zuständigen Amtsgericht.

Eine Klage wird zulässig jedoch nicht begründet sein.

Such dir einen Fachanwalt und lass den das machen.

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