Kann ich Beerdigungskosten für meinen Bruder einklagen?

2 Antworten

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§ 1615 Abs.2 BGB knüpft an die Pflicht zum Unterhalt an und nicht an tatsächliche Zahlungen.

Verwandte in gerader Linie sind einander zum Unterhalt verpflichtet. Du bist mit Deinem Bruder in der Seitenlinie verwandt und damit NICHT zum Unterhalt verpflichtet gewesen, dessen Kinder aber sind in gerader Linie verwandt.

Du hast Kosten übernommem zu deren Übernahme Du nicht verpflichtet gewesen bist und hast Anspruch auf Erstattung. Ob man den Anspruch nun aus GoA oder aus § 812 BGB herleitet, mag dahin stehen.

Danke für den Stern!

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zahlen müßen immer die nächsten verwanten in deinem fall allso du oder die kinder deines verstorben bruders.da diese erwachsen sind und ich gehe davon aus auch am arbeiten sind kannst du die kosten auf sie übertragen.am besten beraten kann dich da aber das nachlassgericht wo du auch das erbe ausgeschlagen hast

Auskunft gegenüber Erben

Eine Tante meiner Frau hat sich in den letzten zwei Jahren vor dem Ableben ihres Bruders um ihn bekümmert. Seine Kinder, insbesondere eine Tochter, mit der er zeitlebends in einem Haushalt wohnte, haben ihn verwahrlosen lassen. Auf Einzelheiten möchte ich an dieser Stelle verzichten. Die Tante konnte es nicht weiter mit ansehen und hat zuerst seine Wohnsituation verbessert (Zimmer und Wäsche gereinigt) und ihm eine tägliche Mahlzeit gebracht. Um die Kosten zu regeln erhielt die Tante eine Vollmacht u. a. auch über seine Konten. Dabei stellte sie heilloses Durcheinander fest (die Tochter hatte Vollmacht bis dahin) und die Konten wurden von der Tante geordnet. Etwas später wurde der Bruder mehrfach so krank, dass er jeweils ins Krankenhaus musste. Die Tante regelte alles, vom neuen Schlafanzug bis zur Schmutzwäsche. Die Tochter besuchte ihren Vater nicht einmal, auch später nicht. Im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt musste der Bruder in ein Pflegeheim. Die Schwester regelte alles. Nachdem der Bruder gestorben war und die Kinder keine Anzeichen machten sich um die Beerdigung zu kümmern, regelte das die Tante. Jetzt nachdem etwa ein Jahr vergangen ist, fordert die Tocher Auskünfte und Darlegung der Finanzen bzw. stellt Forderungen bzw. unterstellt, dass noch Vermögen vom Vater da wäre. Bei der Tante handelt es sich um eine einfache Frau, von Buchführung hat sie keine Ahnung. Belege für die großen Posten sind vorhanden aber nicht für Leibwäsche, Lebensmittel, usw. Meine Frage lautet nun: Muss die Tante sich überhaupt gegenüber der Tochter ihres Bruders rechtfertigen und wenn "Ja", für welchen Zeitraum. Muss die Tante am Ende für Kosten die sie nicht belegen kann, selbst aufkommen? Danke, neffe

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