Kann ich AnschaffungsNEBENkosten 2 Jahre vor der Fertigstellung der Eigentumswohnung absetzen?

2 Antworten

Es ist ja noch kein fertiges Wirtschaftsgut vorhanden, wenn an der Wohnung noch gebaut wird.

Um Abschreibungen zu haben, muss ein Wirtschaftsgut vorhanden wein, was eine Abnutzung unterliegt, was eben erst passieren kann, wenn es nutzbar ist.

Wobei 2 Jahre Bauzeit schon recht lang sind.

@Molar0

was abzugsfähig ist, sind die Ausgaben die später auch zu den Ausgaben in der Anlage "V" gehören, wenn die Vermietung erfolgt ist.

Grundsteuer, Versicherung, Kosten der Finanzierung

Alles was den Anschaffungskosten zuzurechnen ist, hat keine Auswirkung

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Leider schreibst Du nicht, um welche Anschaffungsnebenkosten es sich handelt:-(

Aber unterstellen wir jetzt einfachheitshalber, dass die ETW vermietet werden soll, dann kannst Du die Notar- und Gerichtskosten für die Eintragung der Finanzierung als Werbungskosten im Zahlungsjahr ansetzen.

Die Notar- und Gerichtskosten für den Erwerb der ETW gehört zu den abschreibungsfähigen Anschaffungs- und Herstellkosten, soweit sie sich (anteilig) auf das Gebäude und nicht auf den Bodenanteil beziehen.

Vielen Dank für Deine Antwort. Meine Frage war doch sehr klar, weil

  1. ich über die Absetzbarkeit aller dieser Kosten ohnehin nur sprechen kann, wenn es sich um eine ETW handelt, die vermietet werden soll und

  2. unterschieden werden muss zwischen Anschaffungsnebenkosten, wie z.B. Maklerprovision oder Reservierungskosten oder Reisekosten zur Inaugenscheinnahme des anvisierten Kaufobjekts einerseits und (sofort voll abschreibbare) Werbungskosten, wie z.B. Finanzierungskosten andererseits.

Meine Frage bezog sich auf erstere und ich kann sie nur wiederholen. Aber zur Klarstellung:

Mit der AfA kann ich erst beginnen, wenn die ETW vom Bauträger an mich übergeben worden ist und zwar in bewohnbarem Zustand. Was noch nicht existiert, kann sich nicht abnutzen. Aber ich habe jetzt schon, zwei Jahre vorher, Kosten, die mit der Anschaffung zu tun haben. Ich denke, ich kann die Belege dafür sammeln und in zwei Jahren zu den Hauptanschaffungskosten (Kaufpreis) hinzu addieren, keine Frage! Aber was ich wissen will, ist ob ich sie vielleicht jetzt schon ( natürlich anteilig nach dem Preis des Gebäudes) steuerlich geltend machen kann, in der aktuellen Steuererklärung.

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@Molar0
Meine Frage war doch sehr klar

Wäre sie klar gewesen, so hätte LA seine Antwort anders formulieren können.

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Steuerausgleich in Österreich und Deutschland: Bin Österreicherin und ziehe nach Deutschland

Hallo! Ich ziehe aus beruflichen Gründen von Österreich nach Deutschland. Daher werde ich meine Eigentumswohnung (vor ca. 3 Jahren direkt vom Bauträger gekauft) in Österreich erstmal vermieten. Wie ist das dann mit dem Steuerausgleich in Österreich wenn keine Einkommensteuer mehr vorliegt. Nur mehr die Einnahmen der Vermietung? Bin aus dem §dschungel nicht ganz schlau geworden. Dass ich die Mieteinnahmen versteuern muß weiß ich bereits (20%MwSt.). Dass ich 1,5% AfA und die Zinsen der Rückzahlung bei den Banken abschreiben kann habe ich ebenfalls herausgefunden. Doch wie das ganze dann berechnet wird? Keine Ahnung! Die "Betriebskosten" werden vom Mieter getragen (außer der Rücklagen, welche ich selber bezahlen muß), jedoch weiterhin über mein Konto mit der Verwaltung abgerechnet. Kann mir da jemand helfen? Kurze Angaben: Kaufpreis der Eigentumswohnung war ca. € 125.000,00 ; Mieteinnahmen im Jahr werden ca. € 5.160,00 sein. Die Afa beträgt dann ca. € 1.870,00; Rückzahlungszinsen bei den Banken im Jahr ca. € 5.300,00. Was kommt da ca. an Steuernachzahlung für mich raus in Österreich? Damit ich einen Ahnung habe was ich auf die Seite schaffen muß im Jahr. Wie ist das dann mit dem Steuerausgleich in Deutschland? Wegen der Doppelbesteuerung muß ich die Mietinnahmen bekannt geben in Deutschland? Muß ich mein Einkommen bekanntgeben in Österreich? Vielen Dank schon im Voraus!

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