Kann ich als Betreuer meiner Mutter anfallende Unkosten in meiner Einkommensst. angeben

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2 Antworten

Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es dafür doch eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 399 € pro Jahr, wodurch die gesamten Aufwendungen abgegolten werden sollen.

Der ehrenamtliche Betreuer kann aber statt der Pauschale auch die Aufwendungen einzeln abrechnen. Dann müssen aber alle Aufwendungen (nicht nur die, die über 399 Euro jährlich liegen), nachgewiesen werden. Die vom Gesetzgeber anläßlich des Betreuungsgesetzes beabsichtigte Vereinfachung wäre dann hinfällig.

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Ja, dies sind außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG, mit einer Erwiterung im § 33b (6) EStG:

"Wegen der außergewöhnlichen Belastungen, die einem Steuerpflichtigen* durch die Pflege einer Person erwachsen, die nicht nur vorübergehend hilflos ist, kann er an Stelle einer Steuerermäßigung nach § 33 einen Pauschbetrag von 924 Euro im Kalenderjahr geltend machen (Pflege-Pauschbetrag), wenn er dafür keine Einnahmen erhält...*

Hilflos im Sinne des Satzes 1 ist eine Person, wenn sie für eine Reihe von häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung ihrer persönlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages fremder Hilfe dauernd bedarf.


http://www.buzer.de/s1.htm?a=33b&g=estg

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Kommentar von Primus
10.02.2015, 14:39

Ergänzung: Nimmt man die Pauschale nicht in Anspruch muss über jeden Euro, der über`s Jahr dafür ausgegeben wird, eine Quittung vorgelegt werden.

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