Kann Exmann Geld, dass er Ehefrau zur Schuldentilgung gegeben hat nach der Scheidung verrechnen?

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Nach dem alten Recht blieben Schulden, die bei der Eheschließung vorhanden sind und zu einem sog. „negativen Anfangsvermögen“ führen, bei der Ermittlung des Zugewinns unberücksichtigt. Der Ehegatte, der im Laufe der Ehe mit seinem zuerworbenen Vermögen nur seine anfänglich vorhandenen Schulden tilgt, musste diesen Vermögenszuwachs bisher nicht ausgleichen. Noch stärker betroffen war der Ehegatte, der die die Verbindlichkeiten des anderen Ehegatten tilgte. und zusätzlich eigenes Vermögen erwirbt.

Negatives Anfangsvermögen ist zu berücksichtigen.

Das heisst, seinen Anteil, den er zur Schuldentilgung beigetragen hat, wird bei der Berechnung des Zugewinns mit berücksichtigt. Er profitiert von der neuen Gesetzeslage.

Dein Bruder profitiert von der Reform des Zugewinnsrechts.

siehe hier:

http://www.finanztip.de/recht/familie/zugewinn-reform.htm

Nach dem alten Recht wäre das Anfangsvermögen immer 0,- gewesen. Nun hat man es genau für diese Fälle geändert.

Also die Beträge, die er für die Schulden der Frau gegeben haben, zählen für ihn.

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